Atomverhandlungen
Israels Regierungschef lobt französische Haltung

Der israelische Regierungschef lobt die Haltung Frankreichs bei den Atomverhandlungen mit dem Iran. Hollandes Beharren auf Garantien seitens des Irans hat dazu beigetragen, dass keine Einigung erreicht wurde.
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Paris/BerlinDer israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat die „entschlossene Haltung Frankreichs“ bei den Atomverhandlungen mit dem Iran gelobt. „Wir hoffen, dass Frankreich nicht nachgeben wird“, sagte Netanjahu in einem Interview der konservativen französischen Zeitung „Le Figaro“ (Samstag).

Bei den jüngsten Genfer Atomgesprächen mit Teheran hat die französische Forderung nach Garantien dazu beigetragen, dass keine Einigung erreicht wurde. Der französische Präsident François Hollande besucht ab Sonntag Israel.

So wie Hollande „sehr viel Mut und Zielstrebigkeit im Kampf gegen den radikalen Islamismus in Mali gezeigt hat, so begrüßen wir seine klare und entschlossene Haltung in der Frage des Irans“, sagte Netanjahu. Die USA blieben wichtigster Verbündeter Israels. „Doch unsere Beziehung zu Frankreich ist auch eine sehr besondere.“

In einem Gastbeitrag für die Tageszeitung „taz“ (Samstag) nannte der israelische Regierungschef die vor wenigen Tagen von der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA und Iran unterzeichnete Vereinbarung über die Inspektion der dortigen Atomanlagen „eine Gefahr für den Weltfrieden“. Die Vereinbarung nehme Druck aus den Sanktionen, „während der Iran weiterhin die Möglichkeit haben wir, Uran anzureichern und auf die Herstellung von waffenfähigem Plutonium hinzuarbeiten“. Netanjahu kritisierte, dass keine der Zentrifugen zur Urananreicherung unbrauchbar gemacht werden solle.

„Iran droht mit der Vernichtung Israels. Das Land ist ein Sponsor des Terrors weltweit. Es tritt den USA in Afghanistan und Irak feindlich gegenüber. Es dominiert Libanon und den Gazastreifen. Es hat Brückenköpfe auf der Arabischen Halbinsel und in Afrika etabliert. Das alles tut der Iran, ohne im Besitz nuklearer Waffen zu sein. Man kann sich vorstellen, was er täte, wenn er sie hätte, und welche Verwüstungen Hisbollah und Hamas anrichten würden, wenn sie sich unter seinem nuklearen Schutzschirm befänden.“ Verantwortliche Politik einem solchen Regime gegenüber bestehe einzig darin, es an der Entwicklung von Atomwaffen zu hindern.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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