Atomwaffenprogramm
Japan soll nicht mitreden

Nordkorea hat den Ausschluss Japans von den Sechs-Staaten-Gesprächen über sein Atomwaffenprogramm gefordert. Es wäre sehr viel besser, wenn Japan nicht an den Verhandlungen teilnähme.

HB SEOUL. Je weniger Teilnehmer, desto besser für ein fruchtbares Ergebnis, sagte ein Sprecher des Außenministeriums. An den Sechs-Staaten-Gesprächen nehmen Nord- und Südkorea, die USA, China, Russland sowie Japan teil. Seit November vergangenen Jahres stecken die Verhandlungen in der Sackgasse.

Als einer der Gründe für einen Ausschluss Japans von den Gesprächen zitierte der nordkoreanische Ministeriumssprecher, das Verhalten hoher japanischer Regierungsmitglieder in Zusammenhang mit dem nordkoreanischen Atomtest vom 9. Oktober. Japanische Vertreter hatten erklärt, sie würden Nordkorea als Atommacht nicht akzeptieren.

Der UN-Sicherheitsrat verhängte wenige Tage nach dem Test Sanktionen. Dazu zählen Reisebeschränkungen sowie ein Handelsembargo für Waffen, Luxusgüter und alle Waren, die dem Atomwaffenprogramm dienen könnten.

Drei Wochen nach seinem Atomtest hatte sich Nordkorea in Geheimgesprächen mit den USA und China überraschend bereit erklärt, wieder zu den Sechs-Parteien-Gesprächen zurückzukehren. Das Regime in Nordkorea will bei weiteren Sechs-Staaten-Gesprächen nach Angaben eines nordkoreanischen Diplomaten aus der Position einer Atommacht heraus verhandeln.

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