Attacke maoistischer Rebellen
Viele Tote bei Angriff auf Armee in Nepal

Bei einem schweren Angriff maoistischer Rebellen auf die Armee im Westen Nepals sind zahlreiche Menschen getötet worden. Nach Angaben der Maoisten vom Dienstag starben 26 ihrer Kämpfer und 159 Soldaten. Das Militär sprach dagegen von 40 getöteten Soldaten.

HB KATHMANDU. Aus Armeekreisen hieß es allerdings, 120 Soldaten würden vermisst. Die „Himalayan Times“ berichtete, das Armeecamp sei in der Nacht zum Sonntag von 1400 Rebellen angegriffen worden. Nepalesische Medien sprachen vom schwersten Angriff der Maoisten seit der Machtübernahme durch König Gyanendra vor gut sieben Monaten.

In einer auch an internationale Medien verschickten Mitteilung erklärten die Rebellen ihren „Sieg“ bei den mehr als zehnstündigen Kämpfen. Ihnen sei es gelungen, zahlreiche Waffen, zehntausende Schuss Munition und hunderte Granaten zu erbeuten. Mehr als 50 Soldaten seien von ihnen in „Kriegsgefangenschaft“ genommen worden.

König Gyanendra hatte am 1. Februar die Regierung entlassen und sich selbst zum Machthaber ernannt. Der Schritt war international auf scharfe Kritik gestoßen. Die Gewalt hat seitdem zugenommen. Maoistische Rebellen kämpfen seit 1996 für ein kommunistisches Regime in dem Himalaya-Königreich. Der Konflikt kostete bislang mehr als 12 000 Menschen das Leben.

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