Attacken aus Frankreich
„Maul zu, Frau Merkel“

Bundeskanzlerin Angela Merkel muss für ihre Bemerkungen zu französischen Reformen harsche Kritik einstecken: Der französische Linke Jean-Luc Mélenchon twitterte, sie solle sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern.
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ParisMit ihrem Reformaufruf an Frankreich hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) scharfe Attacken aus dem Nachbarland eingehandelt. „Maul zu, Frau Merkel“, twitterte der Linkspolitiker Jean-Luc Mélenchon am Sonntagabend auf Deutsch. Er fügte hinzu: „Frankreich ist frei.“ Merkel solle sich besser um die Armen in ihrem eigenen Land und um die ruinierte Infrastruktur in Deutschland kümmern.

Merkel hatte am Wochenende in der „Welt am Sonntag“ die bisherigen Reformanstrengungen in Frankreich und Italien als unzureichend eingestuft. Die EU-Kommission habe „deutlich gemacht, dass das, was bis jetzt auf dem Tisch liegt, noch nicht ausreicht“, sagte Merkel und hob hervor: „Dem schließe ich mich an.“

Frankreichs Finanzminister Michel Sapin sagte dazu am Sonntag, die Regierung in Paris setze ihre Reformen für Frankreich um und „nicht, um diesem oder jenem europäischen Politiker eine Freude zu machen“.

Sapin verwies dabei auch darauf, dass Merkels Äußerungen im Zusammenhang mit dem Parteitag ihrer CDU in dieser Woche in Köln gesehen werden müssten. „Wir machen Reformen“, hob Sapin im Sender France 5 hervor. Die sozialistische Regierung in Paris legt am Mittwoch ein neues Reformgesetz für die Wirtschaft vor. Dieses sieht unter anderem die Ausweitung verkaufsoffener Sonntage vor.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Bundeskanzlerin Angela Merkel muss für ihre Bemerkungen zu französischen Reformen harsche Kritik einstecken
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    28 EU-Mitgliedsstaaten...

    LISSABONNER VERTRAGSBRUCH kostet dem EU-Steuerzahler jährlich 280 Millionen EURO...

    aber wem interessiert es ???

    28 EU-Mitgliedsstaaten...jeder macht seine eigene Süppchen für sich...und ruft die EU wie eine Martinsgans aus.

    28 EU-Mitgliedsstaaten...wenn es um Einigkeit geht da gibt es nirgends eine Einigkeit...

    die einzige Einigkeit der 28 EU-Mitgliedsstatten gibt es nur darin dass EU-Politiker weiterhin sich zwei oder drei Chauffeure sich auf kosten der Steuerzahler leisten können...

    und EU-Politiker nur 37 Stundenwoche arbeiten während der EU-Steuerzahler sich noch Nebenjobs aussuchen muss um normal zu überleben...

    oder dann bei manche EU-Arbeiter oder Verkaufskraft in Deutschland...man nach einem vollen Monat Arbeitseinsatz man sich trotzdem zum Jobcenter bewegen muss um dort Aufstockung auf Hartz4 zu beantragen.

    Wenn man nicht einsehen will dass man Europaweit einen Schattenhaushalt für die kommende 10 Jahren einführen muss um mit diese Gelder die Beschaffung von Arbeitsplätze zu erreichen...um danach Steuereinnahmen zu haben anstatt Arbeitslosengelder auszuzahlen für Menschen die zuhause krank werden weil man arbeiten will aber man nichts bekommt ( auch dadurch steigende kosten für die Gesundheitskassen )...

    dann ist Hopfen und Malz verloren...

    und statt Bücher zu schreiben " DEUTSCHLAND SCHAFFT SICH SELBER AB "...

    schreibt man bald Romane als Drehbücher für Neue Filme

    " SO PARADIESISCH LEBTE MAN NOCH ANFANGS DER 90er in EUROPA."

    man frage sich wozu diese überteuerte EU noch gut sein soll...

    wenn 500 Millionen Europäer Zukunftslos und Perspektivlos sind.

  • Erika ist eine "mad cow" - wie Jim Willie es ausdrückt. Eine sehr treffende Ausdrucksweise. Schade, dass die CDU nur noch ein jämmerlicher Kanzlerwahlverein ist. Da spielt es keine Rolle, wie groß der durch die "mad cow" verursachte Schaden wird...

  • Die Preisfrage ist: Wie lange noch?

    Zugegeben, die Schäden, die durch die deutsche Invasion in Frankreich entstanden sind, waren nicht unerheblich!

    Das heißt aber im Umkehrschluß nicht, dass eine Nation wie Deutschland unbefristet in Regress gezogen werden darf.

    Soweit geht die Liebe zu Europa nun auch wieder nicht. Wie gesagt, im Zweifelfalle agieren die einzelnen Staaten egoistisch. Insbesondere Frankreich, mit seiner verfehlten Subventionspolitik für deren Landwirtschaft und Industrie ...

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