Attentäter von Charleston
FBI räumt Versagen ein

Der Attentäter von Charleston hätte nach US-Recht keine Waffen besitzen dürfen – das räumt James Coney, Chef der obersten Polizeibehörde des Landes, ein. Er wünsche sich, die Uhr zurückdrehen zu können, so der FBI-Chef.
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WashingtonNach dem rassistischen Angriff auf eine afroamerikanische Kirche in Charleston hat die US-Bundespolizei FBI Versagen eingeräumt. Der mutmaßliche Täter, der 21-jährige Dylann Roof, hätte nicht an eine Waffe kommen dürfen, sagte FBI-Chef James Comey am Freitag vor Journalisten. Roof war am 1. März wegen eines Drogenvergehens festgenommen worden. Da er das Vergehen gestanden habe, hätte er vom Waffenbesitz ausgeschlossen werden müssen.

Aufgrund mehrerer Fehler, unter anderem beim Ort der Festnahme, sei er dann aber nicht wie geplant binnen drei Tagen vom Waffenbesitz ausgeschlossen worden. Daher habe Roof im April die Waffe kaufen können, mit der er dann zwei Monate später neun Menschen tötete. Er bedauere dies zutiefst, sagte Comey. „Wir würden uns alle wünschen, dass wir die Uhr zurückdrehen könnten.“

Bei dem Angriff in Charleston im US-Bundestaat South Carolina waren Mitte Juni neun Afroamerikaner getötet worden, die zu einer Bibelstunde zusammengekommen waren. In einem im Internet verbreiteten Manifest äußerte der 21-jährige Roof rassistisches Gedankengut. Der junge Mann sitzt mittlerweile im Gefängnis, bei einer Verurteilung droht ihm die Todesstrafe.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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