Attentat der Al-Shabaab-Miliz
Mindestens 22 Tote bei Terroranschlag auf Hotel

Bei einem Anschlag der islamistischen Al-Shabaab-Miliz auf ein Hotel in Mogadischu sind mindestens 22 Menschen getötet worden. Vor dem Angriff hatte es zwei heftige Explosionen gegeben.

MogadischuBei einem Anschlag islamistischer Terroristen auf ein bei Diplomaten und Geschäftsleuten beliebtes Hotel in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind mindestens 22 Menschen getötet worden. Mehr als 30 Menschen wurden zudem verletzt, als am Freitagabend zwei Autobomben explodierten. Das berichtete ein Sicherheitsbeamter der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. Am Freitag hatten Behörden zunächst von 20 Toten gesprochen. Zu dem Angriff bekannte sich die islamistische Al-Shabaab-Miliz.

Vor dem Angriff hatte es zwei heftige Explosionen gegeben. „Die erste Explosion fand in der Nähe der (Parkanlage) Peace Gardens statt, die zweite in der Nähe des SYL-Hotels“, sagte der Polizeivertreter Ibrahim Mohamed. Wie ein AFP-Reporter berichtete, waren anschließend Schüsse aus Schnellfeuerwaffen zu hören.

Die Detonationen war nach Zeugenberichten noch rund 15 Kilometer außerhalb des Stadtzentrums zu hören gewesen. Im Regierungsviertel war daraufhin anhaltendes Gewehrfeuer zu hören. Die Sprengsätze richteten schwere Schäden bei mindestens 25 umliegenden Gebäuden an. Die radikalsunnitische Terrororganisation Al-Shabaab bekannte sich zu dem Anschlag.

In einer Erklärung im Internet bekannte sich die Al-Shabaab-Miliz zu dem Angriff auf das Hotel. Die Attacke habe mit einem "Selbstmordanschlag" begonnen. Danach habe es eine Schießerei gegeben. Das Hotel liegt in der Nähe der schwer gesicherten Villa Somalia. In dem Gebäudekomplex befinden sich der Präsidentenpalast und die Büros des Regierungschefs.

Im Februar 2015 rissen zwei Täter mit somalischer und niederländischer Staatsangehörigkeit bei einem Anschlag auf ein anderes Hotel in Mogadischu 25 Menschen mit in den Tod. Ein Monat zuvor war das SYL-Hotel schon einmal Ziel eines Selbstmordattentats mit fünf Toten.

Die Al-Shabaab-Miliz kämpft in dem Land am Horn von Afrika seit Jahren mit Gewalt für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats. Derzeit sind etwa 22.000 Soldaten der Afrikanischen Union in dem Krisenstaat Somalia stationiert.

Sie unterstützen die international anerkannte Regierung. Es gelang ihnen in den vergangenen Jahren weitgehend, die Rebellen aus der Hauptstadt Mogadischu und weiteren Städten zu vertreiben. Die Al-Shabaab-Miliz kontrolliert aber noch mehrere ländliche Regionen. Ihre Kämpfer verüben zudem weiterhin regelmäßig Anschläge in Somalia und im benachbarten Kenia.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%