Attentat in Somalia
Shebab-Miliz bekennt sich zu Bombenanschlag

Elf Menschen sind bei dem Attentat in Somalias Hauptstadt ums Leben gekommen. Jetzt übernimmt die Shebab-Miliz die „volle Verantwortung“ für das Bombenattentat. Das sei erst der Anfang von 2014, so ein Shebab-Sprecher.
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MogadischuZu dem Doppelanschlag auf ein Hotel in der somalischen Hauptstadt Mogadischu hat sich die radikalislamische Shebab-Miliz bekannt. Die Gruppe übernehme die „volle Verantwortung" für das Bombenattentat, erklärte ein Shebab-Sprecher am Donnerstag. Bei dem Anschlag am Mittwochabend waren kurz hintereinander zwei Bomben vor dem Hotel explodiert, nach Polizeiangaben wurden dabei elf Menschen getötet.

Vor dem Hotel „Jazeera" in der Nähe des Flughafens war am Mittwochabend zunächst ein mit Sprengstoff beladenes Auto explodiert. Augenzeugen berichteten, bewaffnete Angreifer hätten dann das Feuer auf die Sicherheitskräfte eröffnet. Als Krankenwagen am Tatort eintrafen, explodierte eine zweite Autobombe. Das Hotel ist eine der feinsten Adressen der Stadt und wird von somalischen Politikern und ausländischen Regierungsvertretern bei Besuchen in Mogadischu genutzt.

Nach dem Anschlag hatten Augenzeugen zunächst von acht Toten berichtet. Am Donnerstag teilte die Polizei mit, die Zahl der Toten liege bei elf. 18 weitere Menschen seien verletzt worden, sagte der Polizeikommandeur Abdi Mohammed Jama.

Das Ziel des Anschlag sei ein Treffen hochrangiger Geheimdienstmitarbeiter gewesen, sagte der Shebab-Sprecher Ali Mohamud Rage in einer Neujahrbotschaft der Gruppe. „Das ist der Anfang von 2014", fügte er hinzu. Ausländern und somalischen „Söldnern" drohe solange das selbe Schicksal, „bis sie das Land verlassen". Sie seien in Somalia nicht sicher.

Seit dem Sturz von Machthaber Siad Barre im Jahr 1991 tobt in Somalia ein blutiger Bürgerkrieg. Eine funktionierende Staatsgewalt im gesamten Land gibt es nicht. Die Shebab-Miliz, die Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida unterhält, wurde zwar in den letzten zwei Jahren von den Truppen der Afrikanischen Union aus Mogadischu und den anderen größeren Städten des Landes verdrängt, doch bleibt die Gruppe weiter im Zentrum und Süden Somalias aktiv und verübt immer wieder blutige Anschläge auf Behörden und Sicherheitskräfte.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Im Kampf gegen den weltweiten Terrorismus müssen die Staaten die Zusammenarbeit ausbauen und detailierte Pläne für die Vorgehensweise in schwachen instabilen Ländern erarbeiten, die bekannterweise besonders gefährdet sind.

    Es wird bei Fehlentwicklungen viel zu lange zugeschaut, bis man sich endlich zum Handeln aufrafft.

    Dann ist das Problem meist bereits groß geworden und nicht mehr so leicht zu lösen wie anfangs.

    Deshalb sollte es(neben intensiver internationaler Zusammenarbeit) eine schnelle Eingreiftruppe geben, die bereits im Frühstadium Bürgerkriege bzw Terrorismus bekämpft.

    Auch eine Erforschung der oft internationalen Geldströme der Terroristen und öffentliche Bekanntgabe der Geldgeber
    wäre hilfreich für ein besseres Verständnis der Zusammenhänge.

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