Attentat
Viele Opfer bei Anschlag auf Luxushotel in Pakistan

Bei einem mutmaßlichen Taliban-Anschlag auf ein Luxushotel in Pakistan sind mindestens sieben Menschen getötet worden. Eine Deutsche wurde bei der Explosion verletzt.

HB PESHAWAR. Rettungskräfte durchsuchten am Mittwoch die Trümmer des Hotels, das durch die Explosion teilweise einstürzte, nach weiteren Vermissten. Bei dem Anschlag am Vorabend im nordwestlichen Peshawar wurden mindestens 64 Menschen verletzt, darunter auch eine Deutsche, die nach Angaben der Stadtverwaltung für das Uno-Kinderhilfswerk Unicef tätig ist.

Unter den Toten waren zwei weitere Uno-Mitarbeiter, ein Russe und eine Philippinin. Am Mittwochmorgen wurden vier Leichen aus den Trümmern des Pearl Continental Hotels geborgen, in dem viele ausländische Gäste logieren. Nach offiziellen Angaben waren auch rund zwölf Uno-Mitarbeiter im Hotel.

Extremisten hatten am Dienstagabend den Vorplatz des Hotels gestürmt und um sich geschossen. Gleichzeitig explodierte ein Sprengsatz auf einem Lastwagen vor der Lobby. Wie viele Attentäter ums Leben kamen, war zunächst unklar. Die Detonation brachte mehrere Wände und Decken zum Einsturz, alle Fensterscheiben zerbarsten. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand, jedoch hatten die radikal-islamischen Taliban mit Rache-Anschlägen wegen der Offensive im Swat-Tal gedroht.

Die Stadt Peshawar liegt in der Nähe des Swat-Tals nahe der afghanischen Grenze. Dort liefert sich die pakistanische Armee seit Wochen heftige Gefechte mit den Taliban.

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