Attentat vor acht Jahren in Tel Aviv
Zehntausende Israelis gedenken Rabins Ermordung

Vor acht Jahren wurde der damalige israelische Ministerpräsident Rabin ermordet. Am Samstag versammelten sich Zehntausende Israelis im Gedenken an ihn.

HB BERLIN. Mehrere zehntausend Israelis haben am Samstagabend des früheren Ministerpräsidenten Yitzhak Rabin gedacht. Acht Jahre ist es her, dass er ermordet wurde. Die Gedenkveranstaltung fand an derselben Stelle in Tel Aviv statt, an der ein jüdischer Rechtsextremist Rabin am 4. November 1995 während einer Friedenskundgebung erschoss.

Die hohe Beteiligung sah der Organisator Zvi Friedman als Beweis für den großen Wunsch nach Frieden im Nahen Osten. Hinter der Rednerbühne war ein riesiges Porträt von Rabin angebracht. Auf zahlreichen Spruchbändern hieß es, dass Frieden der einzig gangbare Weg sei. Rabin hatte vor zehn Jahren den Friedensprozess von Oslo mit ermöglicht.

Der Vorsitzende der Arbeitspartei, Schimon Peres sagte unter dem Beifall der Menge, er habe an dieser Stelle stets das Gefühl der Nähe zu Rabin. Der frühere Außenminister stand zum Zeitpunkt des Mordanschlags neben Rabin auf dem Podium der damaligen Kundgebung. Peres setzte als Nachfolger an der Regierungsspitze die Friedenspolitik fort, verlor jedoch im Mai 1996 die Parlamentswahl gegen Likud-Chef Benjamin Netanjahu.

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