International

_

Attentate: Mindestens 33 Tote bei Anschlägen im Irak

Bei Attentaten in Wohnvierteln von Schiiten sind in Bagdad zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Auch in anderen Städten gab es Anschläge. Die Rede ist von insgesamt mindestens 33 Toten und mehr als 90 Verletzten.

Mit einer Autobombe wurde der Anschlag verübt. Quelle: dpa
Mit einer Autobombe wurde der Anschlag verübt. Quelle: dpa

BagdadBei einer Reihe von Anschlägen im Irak sind am Freitag mindestens 33 Menschen getötet und mehr als 90 weitere verletzt worden. Angaben von Sicherheitskräften und Ärzten zufolge explodierten in dem mehrheitlich von Schiiten bewohnten Stadtteil Kasimija in der Hauptstadt Bagdad zwei Autobomben auf einem Vogelmarkt, der freitags traditionell stark besucht wird. Dabei wurden mindestens 17 Menschen getötet und 45 weitere verletzt.

Anzeige

In der Stadt Schomali in der ebenfalls von Schiiten dominierten Provinz Babil südlich von Bagdad explodierten zwei weitere Autobomben, davon eine wiederum auf einem Markt der Stadt. Dabei wurden den Behörden zufolge mindestens 14 Menschen getötet und 49 weitere verletzt. Unter den Opfern waren auch Frauen und Kinder. In Kerbela wurden ebenfalls durch eine Autobombe zwei Menschen getötet. Zu den Angriffen bekannte sich zunächst niemand.

Sunnitische Rebellen, darunter Al-Kaida im Irak, verüben regelmäßig Anschläge auf mehrheitlich von Schiiten bewohnte Orte. In jüngster Vergangenheit wurden wiederholt Märkte als Anschlagsziele gewählt. Zuletzt nahm die Zahl der Anschläge wieder zu: Binnen einer Woche wurden mehr als 100 Menschen getötet. Im März jährt sich die US-geführte internationale Invasion in den Irak, die zum Sturz des damaligen sunnitischen Machthabers Saddam Husseins führte, zum zehnten Mal.

  • Die aktuellen Top-Themen
Verdacht auf Steuerhinterziehung: Portugals Ex-Premier Socrates festgenommen

Portugals Ex-Premier Socrates festgenommen

Sechs Jahre lange war er Ministerpräsident von Portugal, versuchte das Land durch die Euro-Krise zu führen. Nun wurde José Socrates festgenommen. Ihm wird Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Korruption vorgeworfen.

Bericht der „Financial Times“: EU-Parlament will Internetkonzerne zerschlagen

EU-Parlament will Internetkonzerne zerschlagen

Das EU-Parlament will Suchmaschinen von anderen Geschäftsfeldern trennen. Damit solle verhindert werden, dass einzelne Firmen den Markt beherrschen. Namen werden nicht genannt, trotzdem dürften die Adressaten klar sein.

Auf dem Weg nach Hause: Russische Spionin vorzeitig aus Haft entlassen

Russische Spionin vorzeitig aus Haft entlassen

Als Heidrun und Andreas Anschlag lebte das Paar in Deutschland, bis zum Urteil kannte das Gericht nicht die wahren Namen der als Topspione Russlands Verurteilten. Nun durfte die Frau vorzeitig nach Russland ausreisen.

  • Konjunkturtermine
Konjunkturtermine: Wochenvorschau

Wochenvorschau

Die wichtigsten Ereignisse und Indikatoren in Europa und International