Auch Japan und Großbritannien sind mit von der Partie
Australien beteiligt sich an US-Raketenprogramm

Auch Australien will sich künftig an der Entwicklung des US-Raketenabwehrprogramms beteiligen. Die Verteidigung sei dringend nötig, weil mehrere Länder in instabilen Regionen am Bau von Raketen arbeiteten.

HB SYDNEY. Dies sagte der australische Außenminister Alexander Downer am Donnerstag vor dem Parlament. Auch Japan und Großbritannien wollten sich an dem Schutzschild beteiligen, mit dessen Hilfe angreifende Flugkörper abgefangen werden soll. Der US-Kongress hatte erst Mitte November 9,1 Milliarden Dollar für das Raketenabwehrprogramm bewilligt.

Umfang und Art des australischen Beitrags seien noch nicht genau festgelegt, sagte Downer. Doch diene die Teilnahme an dem Projekt auch den eigenen strategischen Interessen. Es solle „Schurkenstaaten davon abschrecken, sich Raketentechnik zu beschaffen“. Verteidigungsminister Robert Hill betonte, dass die Stationierung von Raketen auf australischem Territorium nicht geplant sei.

Australiens Opposition kritisierte die Regierungspläne scharf, da sie zu einem neuen Rüstungswettlauf führen könnten. Es sei ein Fehler, Milliarden für eine Technologie auszugeben, die vielleicht nie funktioniere und andere dazu veranlasse, neue Waffen zu entwickeln, sagte der Chef der Australischen Demokraten, Andrew Bartlett. Die derzeit amtierende konservative Regierung ist ein enger Verbündeter der USA und hatte sich auch mit einem kleineren Truppenkontingent an der Invasion im Irak beteiligt.

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