Auch Kampfhubschrauber sind wieder im Einsatz
Israelische Armee rückt in Gazastreifen ein

Nach mehreren palästinensischen Anschlägen sind israelische Truppen in der Nacht zum Dienstag in den Gazastreifen eingerückt. Dies berichtete der britische Fernsehsender BBC - bestätigt wurde dies von palästinensischen Sicherheitskreisen. Dabei sei ein 25-jähriger Palästinenser getötet worden, hieß es. Ziel der offensichtlich längerfristigen Operation sei die Verhinderung von Attentaten gegen Israelis.

HB GAZA-STADT. Die Kolonnen aus gepanzerten Fahrzeugen bewegten sich auf Beit Hanun zu, eine Stadt im Randgebiet des Gaza-Streifens zu Israel. Von hier aus haben radikale Palästinenser wiederholt Raketen auf Israel abgefeuert. Am Montag hatten Palästinenser bei einem Raketenangriff vom Gaza-Streifen aus erstmals zwei Menschen in Israel getötet. Bei dem Einschlag von zwei Geschossen in unmittelbarer Nähe eines Kindergartens in der Stadt Sderot starben nach Angaben von Sanitätern ein dreijähriger Junge sowie ein 50 Jahre alter Mann. Nach dem Angriff wurde mit einem massiven Gegenschlag Israels gerechnet.

Zuvor hatten nach palästinensischen Augenzeugenberichten israelische Kampfhubschrauber erneut Ziele im Gazastreifen angegriffen. Es seien ein Pressebüro der radikalen Palästinenserorganisation Hamas in einem Hochhaus in Gaza-Stadt und eine Werkstatt im Flüchtlingslager Nuseirat mit Raketen beschossen. Mindestens drei Menschen seien in Gaza-Stadt verletzt worden. Im Hamas-Büro hätten die drei Raketen schwere Schäden angerichtet. Die israelischen Streitkräfte erklärten in einer Stellungnahme, das Ziel sei ein „Kommunikationszentrum“ der Hamas gewesen.

In dem Hochhaus befinden sich auch Redaktionen der ARD, der BBC, des arabischen Nachrichtensenders El Dschasira und anderer lokaler Medien. Der Beschuss folgte nach Angriffen militanter Palästinenser aus dem Gazastreifen, bei denen seit Sonntagabend drei Israelis getötet worden waren.

Ministerpräsident Ariel Scharon und Verteidigungsminister Schaul Mofas hätten sich für harte Vergeltungsmaßnahme als Antwort auf palästinensische Angriffe vom Sonntag und Montag entschlossen, berichtet die israelische Zeitung „Maariv“. Luftangriffe seien nicht vorgesehen. Jedoch werde die israelische Armee eine mehrtägige Operation im Gazastreifen unternehmen, hieß ohne Nennung eines genauen Zeitplans weiter. Mofas habe wegen der jüngsten Entwicklung seinen für Donnerstag geplanten Italien-Besuch abgesagt.

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