Auch nach Abzug aus Gaza-Streifen
Dschihad will weiter gegen Israel kämpfen

Auch nach einer Räumung jüdischer Siedlungen im Gaza-Streifen will die radikale Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad den Kampf gegen Israel fortsetzen.Das betonte der Anführer des Dschihad, Mohammed al-Hindi, am Donnerstag in Gaza-Stadt.

HB GAZA/TEL AVIV. Er betonte, der bewaffnete Widerstand gehe weiter, bis die Besetzung aller palästinensischen Gebiete beendet sei. Unterdessen schlossen israelische Sicherheitskräfte vier Tage vor dem Beginn des Abzugs ihre Vorbereitungen ab. Gegner der Räumung wollten in Tel Aviv zehntausende Demonstranten versammeln.

Ziel der für Donnerstagabend geplanten Demonstration sei es, die Räumung bis zu vorzeitigen Wahlen zu verhindern, sagte Siedlervertreter Pinchas Wallerstein im israelischen Rundfunk. Bei der Kundgebung sollte die Protestbewegung über das weitere Vorgehen informiert werden. Die Organisatoren erwarteten, dass sich bis zu 100 000 Menschen im Zentrum von Tel Aviv gegen die Räumung versammeln.

Dschihad-Sprecher Al-Hindi sagte, seine Organisation betrachte den Abzug aus dem Gazastreifen als ersten Schritt. Der bewaffnete Kampf für einen israelischen Rückzug aus „Jerusalem, dem Westjordanland und ganz Palästina geht weiter“, sagte er. Die Räumung der jüdischen Siedlungen im Gazastreifen sei ein „Erfolg der bewaffneten Aktivitäten aller Gruppen“. Ungeachtet einer Waffenruhe hat der Islamische Dschihad in den vergangenen Monaten mehrere Selbstmordattentate verübt.

Die israelische Regierung will von Montag an mit dem Abzug beginnen. Polizisten und Soldaten sollen in den 21 jüdischen Siedlungen im Gazastreifen von Haus zu Haus gehen und die Bewohner zu einem freiwilligen Umzug auffordern. Etwa 48 Stunden später sollen Sicherheitskräfte die Räumung durchsetzen. Die israelische Armee räumte unterdessen ein, dass sich etwa 2700 Abzugsgegner an den Kontrollstellen der Armee vorbei in den Gazastreifen eingeschlichen haben. Sie wollen dort eine Räumung verhindern. Im Gazastreifen leben etwa 8000 jüdische Siedler.

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