Auch Opfer aus Deutschland
37 Tote bei Anschlag auf Touristenhotel in Tunesien

Durch Schüsse vor einem Strandhotel in Tunesien sind mindestens 37 Menschen getötet worden. Laut Staatsmedien hätten Bewaffnete vor dem Hotel am Strand von Sousse um sich geschossen.
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TunisBei Terroranschlägen auf Hotels an der tunesischen Küste sind mehrere Menschen getötet worden. Medienberichten ist die Zahl der Opfer auf 37 gestiegen. Ein Angreifer sei erschossen worden, berichtete das tunesische Staatsfernsehen am Freitag. Zunächst war von mindestens sieben Opfern die Rede. Das Attentat fand im Urlaubsort Sousse statt, rund 150 Kilometer von der Hauptstadt Tunis entfernt. Das Resort ist bei Tunesiern und Europäern beliebt.

Der Sprecher des Innenministeriums, Ali Aroui, sagte, die Zahl der Opfer könne noch steigen. Einer der Täter sei getötet worden, der andere werde von der Polizei gesucht. Unter den Opfern sollen auch Urlauber aus Deutschland, Belgien und Großbritannien sein.

Mitte März hatten zwei Bewaffnete in Tunis das berühmte Bardo-Nationalmuseum angegriffen und dabei 21 Touristen und einen Polizisten getötet. Obwohl die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) sich zu dem Anschlag bekannte, machte die tunesische Regierung die mit dem rivalisierenden Al-Qaida-Netzwerk verbündete islamistische Brigade Okba Ibn Nafaa dafür verantwortlich.

Anders als in Ländern wie Libyen, Syrien oder Ägypten blieb es in Tunesien nach den Volksaufständen des „Arabischen Frühlings“ lange Zeit ruhig. Allerdings gibt es mehrere islamistische Extremistengruppen in dem Land, etwa die Ansar al-Scharia. Im Nachbarland Libyen versucht zudem die IS-Miliz an Boden zu gewinnen. Nach Schätzungen der Behörden haben sich 3000 Tunesier dem IS in Syrien oder dem Irak angeschlossen. Die tunesische Regierung ist in Sorge, dass Rückkehrer im Land Anschläge verüben könnten.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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Kommentare zu " Auch Opfer aus Deutschland: 37 Tote bei Anschlag auf Touristenhotel in Tunesien"

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  • Wie heimtückisch und wie feige müssen diese muslimischen "Männer" sein, um unbewaffnete Urlauber mit Maschinengewehren niederzumetzeln ? Jede Bewegung, jeder Glauben muss sich daran messen lassen, was Menschen in ihrem Namen veranstalten. Mit solchen, in ihrer Menschenverachtung nicht zu übertreffenden Aktionen, haben sich die Muslime noch mehr in das Abseits gestellt, in dem sie schon lange gehören. Deutschlands "Politiker" sollten nicht nur "betroffen" sein, sondern auch reagieren. Gewaltbereite, nicht anpassungsbereite Muslime gehören nicht nach Deutschland. Allerdings sollten wir auch nicht blauäugig sein, der "Nordafrikanische Frühling", die damit verbundenen Flüchtlingsströme und der Terror sind "Made in USA" - und wir Steuerzahler in der EU können uns nun für das "Geschenk" bedanken.

  • Wer nach Tunesien in den Urlaub fährt obwohl es dort Anschäge gab ist eben hart gesotten.
    Da kann man nichts machen. Jedenfalls nicht sagen, dass habe ich aber nicht geahnt. Schliesslich hat die Bundesregierung ja keine Reise Warnung ausgegeben.

    Warum auch ...weder für Ägypten noch für Tunesien noch für die Türkei ! gibt es Reisewarnungen, wo IS Kämpfer an der Seite von Touristen sich am Strand vom Kopfabschneiden erholen mit Billigung von Erdogan. Aber es stehen ja auch tapfere Bundeswehrsoldaten mit Türkischen Hoheitsabzeichen da irgendwo in der türkischen Pampa auf ewig. Das ist ja auch Schutz...eventuell.

  • Sollte nicht auch einer bei den "Einreisenden", ach so netten Glaubensidioten einer bei sein, dann wird sicher auch bei der massenhaften Vermehrung der bereits in Europa lebenden sich der ein oder andere Bombenleger rekrutieren lassen.

    Nur die dümmsten Kälber, wählen ihre Schlächter selber, ich glaube wir sind bereits auf dem richtigen Weg.

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