Auf dem Weg nach Sotschi
Merkel fliegt zu Treffen mit Medwedjew

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist am Freitagmorgen zu einem Treffen mit Russlands Präsident Dmitrij Medwedjew gereist. Im Zentrum des gut dreistündigen Treffens in der Sommerresidenz des Präsidenten in Sotschi steht die Krise im Südkaukasus.

HB BERLIN. Dabei geht es vor allem um die Möglichkeiten für einen dauerhaften Waffenstillstand in Georgien und eine schnelle humanitäre Hilfe für Tausende Flüchtlinge. Auch das künftige Verhältnis Russlands zur Europäischen Union, Nato und zu den USA dürfte angesprochen werden.

Der russische Botschafter in Deutschland, Wladimir Kotenew, sagte im Deutschlandfunk, Russland wolle Merkel „wirklich handfeste Beweise vorlegen, die die Gräueltaten der georgischen Soldateska in Südossetien belegen“. In der „Bild“-Zeitung sagte er zudem, Medwedjew wolle keinen Keil in die EU treiben. „Aber er wird der Kanzlerin klarmachen, dass die osteuropäischen EU-Länder nicht allein die Russland-Politik der EU bestimmen dürfen. Das würde eine echte Partnerschaft verhindern.“

Die Bundesregierung lehnt im Gegensatz zur US-Regierung und Teilen der EU einen Konfrontationskurs mit Russland ab. Anstelle öffentlicher Schuldzuweisungen hofft Merkel auf eine Lösung im Dialog mit Russland. Bereits am Sonntag reist Merkel nach Tiflis zu einem Treffen mit Medwedjews Widersacher in dem Konflikt, Georgiens Staatspräsident Micheil Saakaschwili.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%