Auf einen Blick
Die Kernpunkte des Klima-Abkommens

Die Teilnehmer des Weltklimagipfels haben dem mühsam ausgehandelten Kompromiss zugestimmt. Allerdings blieb die Vereinbarung weit hinter den Erwartungen zurück. Ein Überblick über die wichtigsten Punkte des "Kopenhagen-Abkommens".
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Langfristige Ziele

Der weltweite Ausstoß klimaschädigender Gase muss drastisch gesenkt werden. Die Emissionen sollen soweit gedrosselt werden, dass die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius beschränkt bleibt.

Rechliche Bindung

Im Schlussentwurf für das Abkommen fehlt das zuvor noch genannte Ziel, im kommenden Jahr ein rechtlich verbindliches Klima-Abkommen zu verabschieden. Daran hat vor allem die Europäische Union (EU) heftige Kritik geübt.

Finanzhilfen für arme Länder

Die Industrieländer sollen bis 2020 gemeinsam jährliche Hilfen in Höhe von 100 Mrd. Dollar für die Entwicklungsländer aufbringen. Als besonders bedürftig werden die am wenigsten entwickelten Länder, kleine Inselstaaten und afrikanische Staaten eingestuft. Zusätzlich zu dem langfristigen Ziel haben die EU, die USA und Japan Hilfen für die Jahre 2010 bis 2012 in Aussicht gestellt: die EU 10,6 Milliarden, die USA 3,6 Mrd. und Japan elf Mrd. Dollar.

Emissionsbeschränkungen

Die Ziele sind nicht bindend. Der im Abkommen fixierte Stand der Bemühungen reicht von "in Erwägung" bei den USA bis hin zu "zur Gesetzgebung angenommen" für die EU.

Überprüfung

Die Überprüfung der Klimaschutzbemühungen war einer der größten Streitpunkte, vor allem weil China sich gegen internationale Kontrollen sperrte. Nach der Vereinbarung müssen Schwellenländer ihre Maßnahmen überprüfen und die Ergebnisse alle zwei Jahre den Vereinten Nationen (UN) mitteilen. Einige internationale Kontrollen sind vorgesehen, um westliche Transparenz-Standards zu erfüllen. Die Souveränität der einzelnen Länder solle aber respektiert werden.

Kommentare zu " Auf einen Blick: Die Kernpunkte des Klima-Abkommens"

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  • ich gebe analyst3000 völlig recht.
    Schon wieder diese borniertheit...
    als sei das Ziel (in dem Fall 2 Grad weniger) von Gott gegeben und das es nur darum geht es allen anderen dies klar zu machen.
    Jeder der nicht beim "Klimaschutz" mitmacht wird dann oft mit Holocaustleugner gleichgestellt.
    Das Scheitern ist ein gutes Symbol... es gibt auch noch andere Meinungen als die unserer, verzeiht den Ausdruck, Linksliberalen Ökofaschisten.
    mfg

  • Dieses Ergebnis habe ich erwartet, und habe damit auch kein Problem.
    Weltklima - das ist big business pur, sonst nichts. Wer genau hinsieht, weiß, das wir über die tatsächlichen Zusammenhänge nur wenig wissen. Vermutlich sind investitionen "ins Klima" weggeworfenes Geld, besser das Geld den ärmeren Ländern direkt zukommen lassen.
    marcpool: Absoluter Unsinn, die Natur kennt keine Rache, sondern läuft nach Naturgesetzen ab.

  • Die größte Schmiergeldaffaere ohne Konsequenzen für die teinehmenden Führungskräfte

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