Auf Patrouillenfahrt verunglückt
Deutscher Soldat stirbt bei Unfall in Afghanistan

Bei einer Patrouillenfahrt im Norden Afghanistans ist ein deutscher Soldat tödlich verunglückt. Sein Fahrzeug kam von der Straße ab und überschlug sich. Unterdessen kamen bei neuen gewaltsamen Zwischenfällen im Land sechs weitere ausländische Soldaten und mehrere Afghanen ums Leben.

dpa KABUL/POTSDAM. Bei einem schweren Verkehrsunfall im Norden Afghanistans ist ein deutscher Soldat ums Leben gekommen. Wie die Bundeswehr am Sonntag mitteilte, kam das geschützte Fahrzeug am Vorabend gegen 23.00 Uhr Ortszeit während einer Patrouillenfahrt nahe des Feldlagers Feisabad von der Fahrbahn ab und überschlug sich.

Trotz schneller ärztlicher Versorgung habe ein 21-jähriger Soldat den Unfall nicht überlebt. Zwei weitere Soldaten seien leicht verletzt worden. Nach Angaben der Bundeswehr dauern die Ermittlungen zur Unfallursache noch an. Man gehe aber nicht davon aus, dass es einen Angriff gab, hieß es weiter.

Unterdessen kamen bei neuen gewaltsamen Zwischenfällen im Land sechs weitere ausländische Soldaten und mehrere Afghanen ums Leben. Nach Angaben der Internationalen Schutztruppe ISAF starben am Sonntag bei einem Bombenanschlag im Osten Afghanistans vier Soldaten. Wie üblich äußerte sich die NATO-geführte ISAF nicht zur Nationalität der Opfer. Auch weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. In der Region sind vor allem Amerikaner stationiert.

Bei einem Feuergefecht in der nördlich von Kabul gelegenen Provinz Kapisa kam am Samstag zudem ein französischer ISAF-Soldat ums Leben. Das Verteidigungsministerium in Paris teilte mit, das Panzerfahrzeug des Gefreiten sei bei einer Militäroperation von einer Rakete getroffen worden. Ein weiterer Franzose sei verletzt worden.

In der südlichen Unruheprovinz Helmand starb außerdem ein britischer ISAF-Soldat bei einer Bombenexplosion. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in London kamen damit seit Beginn des Afghanistan-Einsatzes Ende 2001 insgesamt 150 britische Soldaten ums Leben.

In der Hauptstadt Kabul starben am Sonntag zwei Zivilisten bei einem Selbstmordanschlag. Wie das Innenministerium mitteilte, wurden 14 weitere Zivilisten verletzt, als der Attentäter sein mit Sprengstoff beladenes Auto in der Nähe eines Konvois der internationalen Truppen in die Luft sprengte. Ausländische Soldaten seien nicht zu Schaden gekommen, hieß es.

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