Auffanglager auf Lampedusa überfüllt
Flüchtlingsstrom nach Europa reißt nicht ab

Der Flüchtlingsstrom übers Mittelmeer nach Europa reißt nicht ab: Am Sonntag sind erneut zwei Boote mit insgesamt über 430 illegalen Einwanderern aus Nordafrika auf der süditalienischen Insel Lampedusa gelandet.

HB ROM. Zwei weitere Schiffe mit etwa 100 beziehungsweise mehreren Dutzend Passagieren näherten sich der Insel, berichteten die italienischen Behörden. Das Auffanglager auf Lampedusa südlich von Sizilien sei völlig überfüllt.

Zunächst war ein Boot mit 400 Afrikanern angekommen. Weil es in schlechtem Zustand war, hatten Insassen nach Angaben der Behörden per Handy eine SOS-Signal gesendet. Daraufhin nahm die Küstenwache die Passagiere, die vermutlich in Libyen an Bord gingen, rund vier Seemeilen vor der Insel auf. Später brachten die Küstenwache ein weiteres Boot mit etwa 30 Passagieren auf, die ebenfalls zumeist aus Nordafrika stammten.

In dem Auffanglager auf Lampedusa, das für 190 Menschen gedacht ist, seien gegenwärtig über 500 Menschen untergebracht, hieß es. Insgesamt seien seit Jahresbeginn über 14 000 Flüchtlinge aus Nordafrika über das Mittelmeer nach Süditalien gekommen. Die Regierung in Rom fordert immer wieder andere europäische Staaten auf, beim Kampf gegen die illegale Einwanderung zu helfen. Für viele Flüchtlinge sei Italien lediglich Transitland, ihr Ziel sei häufig Deutschland oder Frankreich.

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