Aufgebot der Polizei
Verfolgungsjagd in Washington löst Alarm aus

Schock in Washington: Vor dem Kapitol fallen Schüsse, nachdem sich Sicherheitskräfte nach einem Zwischenfall am Weißen Haus eine wilde Verfolgungsjagd mit einer Autofahrerin liefern. Diese ist offenbar erschossen worden.
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WashingtonEine Verfolgungsjagd mitten im Washingtoner Machtzentrum hat im Weißen Haus und im Kongressgebäude einen Sicherheitsalarm ausgelöst: Nach Polizeiangaben versuchte eine Frau am Donnerstag in einem schwarzen Wagen eine Absperrung am Weißen Haus zu durchbrechen, anschließend raste sie mit hoher Geschwindigkeit zum Kapitol. Dort fielen Schüsse. Die verdächtige Frau wurde nach Angaben der Polizei getötet.

Sie sei in der Nähe des Kongressgebäudes von Schüssen getroffen und für tot erklärt worden, teilte die Polizeichefin von Washington, Cathy Lanier, am Donnerstagabend (Ortszeit) mit. Einzelheiten über die Verdächtige gaben die Behörden nicht bekannt. Die Polizei bestätigte aber, dass ein einjähriges Kind im Auto der Frau gewesen sei. Ein Polizist und ein Beamter des Secret Service seien bei dem Zwischenfall verletzt worden.

Viele Einzelheiten des Zwischenfalls waren zunächst noch unklar. Der TV-Sender ABC berichtete, dass die verdächtige Frau getötet worden sei. In einer ersten Pressekonferenz bestätigte der Leiter der Polizeieinheit des Kapitols, Kim Dine, dies aber nicht. Der Nachrichtensender CNN berichtete später, dass die Verdächtige sich in Polizeigewahrsam befinde.

Die Frau litt nach Angaben ihrer Mutter an einer Wochenbettdepression. Die Krankheit habe bei ihrer Tochter eingesetzt, nachdem sie vergangenen August ein Mädchen zur Welt gebracht habe, erklärte Idella Carey dem US-Nachrichtensender ABC News am Donnerstagabend (Ortszeit). „Sie war deprimiert.“ Ihre Tochter habe jedoch keine gewaltsame Vergangenheit gehabt und sie wisse nicht, weshalb ihre Tochter in der US-Hauptstadt war, sagte Carey weiter.

Das Kind saß bei dem Vorfall offenbar auch im Wagen. Augenzeugen berichteten, dass ein Kind von Polizisten weggetragen wurde. "Es war ein kleines Mädchen, soweit ich das gesehen habe", sagte der Student David Loewenberg der Nachrichtenagentur AFP. Laut "Washington Post" liegt das Kind im Krankenhaus, erlitt aber keine lebensgefährlichen Verletzungen.

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Keine Hinweise auf terroristischen Hintergrund

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  • So ist das leben, das Volksvieh darf fast Straffrei von den Beschnittenen zu tode geprügelt werden. Aber wehe es verirrt sich einer bei den Politkern

  • Eine Verrückte weniger, von der eine potenzielle Gefahr für Normalbürger ausgeht. Zwar bedauerlich für das Kind, das nun ohne Mutter aufwachsen muss, andererseits fraglich, ob es bei dieser Mutter eine gute Kindheit gehabt hätte.

  • Traurig, traurig.

    Warum gibt es sowas nur in den USA? ...

    Und warum biedern wir uns diesem Staat ständig an?

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