Aufnahme diplomatischer Beziehungen
Libyen ist für die USA kein Terrorhelfer mehr

Die USA planen nach offiziellen Angaben die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zu ihrem langjährigen Erzfeind Libyen.

HB WASHINGTON. In der Hauptstadt Tripolis solle auch wieder eine Botschaft eingerichtet werden, verlautete am Montag aus Regierungskreisen in Washington.

Die US-Regierung wolle Libyen zudem in anderthalb Monaten auch von der Liste jener Staaten streichen, die den internationalen Terrorismus unterstützen. Sie reagiere damit auf die Entscheidung Libyens, auf Massenvernichtungswaffen zu verzichten, hieß es.

Im Jahr 1986 hatten Attentäter einen Anschlag auf die Berliner Discothek La Belle verübt, in der viele US-Soldaten verkehrten. Zwei US-Soldaten und eine Türkin starben damals. Für den Anschlag wurde Libyen verantwortlich gemacht. Die USA bombardierten als Vergeltung die libysche Hauptstadt Tripolis. 2004 willigte Libyen ein, mehrere Millionen Dollar an die Opfer des Anschlags zu zahlen, was als Schuldeingeständnis gewertet wurde.

1988 sprengten libysche Attentäter ein Flugzeug der US-Gesellschaft Pan Am über der schottischen Ortschaft Lockerbie. Dabei starben 270 Menschen.

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