Aufnahmeantrag
Serbien will in die EU

Am Dienstag hat die ehemalige jugoslawische Teilrepublik Serbien formell den Antrag auf Aufnahme in die Europäische Union gestellt. In Stockholm wurde das Dokument dem zuständigen EU-Kommissar übergeben. Dem dazu ebnet die konsequente Verfolgung mutmaßlicher Kriegsverbrecher.
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HB STOCKHOLM. Serbien hat formell die Aufnahme in die Europäische Union beantragt. Präsident Boris Tadic übergab am Dienstag in Stockholm den Aufnahmeantrag seines Landes an EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn und den schwedischen Ministerpräsidenten Fredrik Reinfeld. Schweden hat noch bis zum Jahresende die EU-Ratspräsidentschaft inne.

Tadic sprach von einem "historischen Tag" für sein Land. Reinfeldt sagte, allein schon der Aufnahmeantrag bedeute einen Neubeginn für Serbien. Der Wunsch Belgrads nach Aufnahme in die EU war lange blockiert, weil die Regierung nicht alle vom UN-Tribunal in Den Haag gesuchte Kriegsverbrecher verhaftet hat.

Tadic versprach erneut, dass die Regierung alles tun werde, um den wegen Kriegsverbrechen angeklagten früheren bosnisch-serbischen General Ratko Mladic und andere Gesuchte festzunehmen. "Wenn sie sich auf serbischem Boden aufhalten, werden sie gefasst", sagte er.

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