Aufnahmebegrenzung Mehrheit der Schweden für weniger Flüchtlinge im Land

Nur wenige EU-Länder haben im Verhältnis zu ihrer Einwohnerzahl so viele Geflüchtete aufgenommen wie Schweden. Doch nun wünscht eine Mehrheit, den Zuzug zu begrenzen. Jeder fünfte meint indes: Da geht noch mehr.
Zahlreiche Flüchtlinge laufen über die Fahrbahn der dänischen Autobahn E 45 in Richtung Norden. Die Flüchtlinge wollen sich nicht in Dänemark registrieren lassen, sondern weiter nach Schweden reisen. Quelle: dpa
Flüchtlinge auf dänischer Autobahn

Zahlreiche Flüchtlinge laufen über die Fahrbahn der dänischen Autobahn E 45 in Richtung Norden. Die Flüchtlinge wollen sich nicht in Dänemark registrieren lassen, sondern weiter nach Schweden reisen.

(Foto: dpa)

StockholmSchweden soll nach Meinung der Mehrheit der Bevölkerung weniger Flüchtlinge aufnehmen. 55 Prozent wünschen sich, dass das Land die Aufnahme von Asylbewerbern einschränkt, wie eine repräsentative Umfrage des Instituts Ipsos im Auftrag der schwedischen Tageszeitung „Dagens Nyheter“ am Donnerstag ergab.

Fast jeder fünfte Schwede sprach sich dagegen dafür aus, noch mehr Menschen im Land willkommen zu heißen. Jeder Fünfte wollte weder mehr noch weniger Flüchtlinge aufnehmen. „Es ist eigentlich etwas überraschend, dass nach diesem Jahr mit vielleicht 170.000 Asylbewerbern noch jeder fünfte Wähler sagt, dass wir mehr aufnehmen können“, sagte Ipsos-Analytiker Nicklas Källebring der Zeitung.

„... dann ist das nicht mein Land.“
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 31. August in Berlin
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„Deutschland ist ein starkes Land. Das Motiv, mit dem wir an diese Dinge herangehen, muss sein: Wir haben so vieles geschafft, wir schaffen das. Wir schaffen das, und wo uns etwas im Wege steht, muss es überwunden werden.“

Angela Merkel in der „Rheinischen Post“ am 10. September
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„Das Grundrecht auf Asyl für politisch Verfolgte kennt keine Obergrenze. Das gilt auch für die Flüchtlinge, die aus der Hölle eines Bürgerkriegs zu uns kommen.“

CSU-Chef Horst Seehofer im „Spiegel“ am 11. September zum Entschluss Merkels, Flüchtlinge aus Ungarn nach Deutschland kommen zu lassen
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„Das war ein Fehler, der uns noch lange beschäftigen wird. Ich sehe keine Möglichkeit, den Stöpsel wieder auf die Flasche zu kriegen.“

Merkel am 15. September in Berlin
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„Ich muss ganz ehrlich sagen: Wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.“

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am 6. Oktober
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„Die Bundeskanzlerin hat ja nicht gesagt: Wir schaffen das mit links.“

Auf einem Plakat von CDU-Mitglieder am 14. Oktober bei einem Regionalkongress der CDU im nordsächsischen Schkeuditz
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„Flüchtlingschaos stoppen - Deutsche Kultur + Werte erhalten - Merkel entthronen“

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) in der „Welt“ am 19. Oktober
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„Die Flüchtlingskrise ist die größte Herausforderung, vor der Deutschland je stand. Größer als die Wiedervereinigung. Damals trafen Menschen aufeinander, die alle Deutsch sprachen und einen ähnlichen kulturellen Hintergrund hatten. Das ist heute anders.“

  • dpa
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