Aufregung im Iran
Ahmadinedschad fürchtet um sein Leben

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat die USA beschuldigt, einen Mordanschlag gegen ihn geplant zu haben. Das Attentat sei in letzter Minute vereitelt worden, sagte er. Beunruhigt dürfte Ahmadinedschad auch über einen aktuellen Bericht der "New York Times" sein.

HB TEHERAN. Während einer Reise in den Irak, bei der er sich geweigert habe, in der von den Amerikanern kontrollierten Grünem Zone zu wohnen, hätten "die Amerikaner versucht, diesen ergebenen Diener der Nation zu entführen und zu töten", sagte Ahmedinedschad nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars. Der Anschlag sei vereitelt worden, da er in letzter Minute seine Fahrtroute geändert habe.

Ahmadineschad bezog sich auf "verlässliche Informationen", sagte aber nicht, woher diese stammen sollen. Er war im März in Bagdad und hatte nach damaligen Berichten einen Besuch der schiitischen Pilgerstädte Nadschaf und Kerbela abgesagt.

Indes berichtete die "New York Times", Israel habe Bombenangriffe auf iranische Atomanlagen geprobt. Mehr als 100 Kampfflugzeuge vom Typ F-16 und F-15 hätten in der ersten Juniwoche an einem Manöver über dem östlichen Mittelmeer und Griechenland teilgenommen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mehrere US-Regierungsbeamte. Rettungshubschrauber und Tankflugzeuge seien rund 1500 Kilometer weit geflogen. Das sei die Entfernung zwischen Israel und den iranischen Atomanlagen in Natans.

Nach Ansicht der US-Beamten habe die Übung danach ausgesehen, als wolle Israel die militärische Fähigkeit erwerben, Angriffe über weite Entfernungen auszuführen, schreibt das Blatt. Israel habe außerdem demonstrieren wollen, wie ernst es das iranische Atomprogramm nimmt. Ein israelischer Armeesprecher wollte den Bericht weder dementieren noch bestätigen. "Die israelische Luftwaffe trainiert regelmäßig für verschiedene Einsätze, um den Herausforderungen und den Gefahren für Israel entgegenzutreten", sagte der Sprecher in Tel Aviv.

Israel betrachtet den Iran als die größte strategische Gefahr für die eigene Sicherheit. Verteidigungsminister Ehud Olmert hat jüngst in Zeitungsinterviews darauf hingewiesen, dass "alle Optionen auf dem Tisch" seien.

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