Aufruf von Chatami
Irans Politiker im Sitzstreik

Abgeordnete des Iran wollen ihren Sitzstreik im Konflikt um die Kandidatenzulassung bei der bevorstehenden Parlamentswahl nicht beenden.

HB TEHERAN. Dies sagte der stellvertretende Parlamentspräsident Behsad Nabawi am Mittwoch vor Journalisten in der iranischen Hauptstadt Teheran. Gleichzeitig sollten Verhandlungen um eine Lösung des Streits weitergehen. Der vom konservativen Klerus beherrschte zwölfköpfige Wächterrat hatte seit Sonntag mehr als 3600 Bewerber um eine Kandidatur bei der Parlamentswahl am 20. Februar ausgeschlossen, darunter auch 80 Parlamentsabgeordnete, die dem Reformlager angehören. Zu ihnen gehört auch Nabawi.

Der iranische Präsident Mohammed Chatami rief reformorientierte Abgeordnete auf, ihren Sitzstreik im Parlament zu beenden. Chatami habe den Abgeordneten versprochen, im Streit um die Kandidatenzulassung nicht nachzugeben, sagte der reformorientierte Abgeordnete Ahmad Burkani vor Journalisten. Im Gegenzug habe der Präsident ein Ende der seit Sonntag andauernden Protestaktion gefordert.

In einer Ansprache vor dem Parlament warnte Chatami den Wächterrat vor chaotischen Zuständen, falls die Kandidaten tatsächlich ausgeschlossen werden sollten. Er rief das Gremium auf, die Anträge der Kandidaten wohlwollend zu überprüfen und somit „dynamische“ Wahlen zuzulassen. Das Präsidialamt wies am Mittwoch Berichte zurück, nach denen Chatami zum Rücktritt bereit sei.

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