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Aufsichträte: EU-Kommission will Frauenquote einführen

exklusiv Nur zwölf Prozent der Aufsichtratsposten von börsennotierten EU-Unternehmen sind mit Frauen besetzt. Nun will die EU-Kommissionen die Firmen gesetzlich zur Geschlechtergleichstellung verpflichten.

Die Frauenquote in europäischen Aufsichtsräten per Gesetz erhöht werden. Quelle: dapd
Die Frauenquote in europäischen Aufsichtsräten per Gesetz erhöht werden. Quelle: dapd

BrüsselDie EU-Kommission will Aktiengesellschaften dazu zwingen, mehr Frauen in ihre Aufsichtsräte zu berufen. Nur zwölf Prozent der Aufsichtratsposten von börsennotierten Unternehmen in der EU seien derzeit mit Frauen besetzt, heißt es in einem Grünbuch zur Unternehmensführung, das EU-Kommissar Michel Barnier am Dienstag vorlegt. Ohne gesetzliche Vorschriften könne es "noch weitere 50 Jahre dauern", bis sich daran etwas ändere, heißt es in dem 22seitigen Papier, das dem Handelsblatt vorliegt.

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Die Beförderung von Frauen in Spitzenpositionen habe "unbestreitbar positive Auswirkungen" auf die Wirtschaft, heißt es in dem Grünbuch. Nur so könnten Unternehmen die besten Talente für das Management nutzen. Frauen hätten zudem "einen anderen Führungsstil", sie würden öfter als Männer an den Aufsichtsratssitzungen teilnehmen und sie hätten einen "positiven Effekt auf die kollektive Intelligenz eines Konzerns". Wissenschaftliche Untersuchungen würden nahelegen, dass mit dem Anteil der Frauen in den Spitzengremien die Leistung des Unternehmens wachse.

Die EU-Kommission will außerdem die Zahl der Aufsichtsratsmandate EU-weit limitieren. "Eine Begrenzung der Zahl der Mandate ist eine einfache Lösung um sicherzustellen, dass ein Aufsichtsrat der Überwachung bestimmter Unternehmen genügend Zeit widmet", heißt es in dem Grünbuch. Die Brüsseler Behörde denkt offenbar an maximal drei Aufsichtsratsmandate pro Person. Damit würde die Brüsseler Behörde deutlich strenger vorgehen als die nationalen Gesetzgeber. In Frankreich ist die Zahl der Aufsichtsratsmandate auf fünf begrenzt. In Deutschland dürfen Manager sogar bis zu zehn Mandate ausüben, wobei bis zu fünf zusätzliche Mandate innerhalb eines Konzerns möglich sind.

  • 04.04.2011, 10:10 UhrAnonymer Benutzer: Petra

    Wie in der DDR!!! In Führungspositionen braucht man Ellbogen, was Frauen erfahrungsgemäß weniger haben - auch wenn sie gleich qualifiziert sind! Wenn Frauen nur der Quote wegen in Führungspositionen kommen ist das traurig und sehr schlecht für unsere Wirtschaft! Ich kann mir nicht vorstellen, daß es in Asiens Führungsetagen eine Frauenquote gibt! Dort finden sich nur die Besten der Besten. Der Erfolg zeigt es...

  • 04.04.2011, 09:49 UhrAnonymer Benutzer: Island

    Eine Quote ist ein Angriff auf das Grundgesetz. Im Grundgesetz steht unter Artikel 3 Absatz 2 Satz 1 "Männer und Frauen sind gleichberechtigt“.

    Darum ist das „Antidiskriminierungsgesetz“ in diesen Zusammenhang auch völlig überflüssig und Kontraproduktiv.

    Ebenso ist der Versuch „Frauenparkplätze“ zu installieren gescheitert, weil es gegen das Gleichheitsverbot (GG) verstößt.

    (Wobei der „Schutzgedanke“ löblich ist)

    Wir können zum Spaß bei DIESER Quotenregelung das Wort FRAU durch ein anderes Wort ersetzten.

    Beispielweise: Mann, Kind, Katze, Kaufmann usw.

  • 04.04.2011, 07:57 UhrSayTheTruth

    Die SPD will durch die Zwangs-Frauenquote neue SPD-Frauen-Netzwerke aufbauen, über die dann mit Frau Schwesig an der Spitze "gerechtere" Unternehmens-Politik gemacht würde.
    Natürlich auf Grundlage der 5-Jahrpläne der SPD.

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