Aufständische leisten Widerstand
Erste Hilfsgüter in Falludscha

Der Organisation Roter Halbmond ist es gelungen, Hilfsgüter ohne Erlaubnis der US-Armee in die irakische Stadt Falludscha zu bringen. Die humanitäre Lage dort sei katastrophal, sagte eine Sprecherin. Die Kämpfe dauerten am Samstagabend an.

HB BERLIN. Die US-Großoffensive in Falludscha ist am Samstag vom irakischen Sicherheitsminister Kassem Dawoud für beendet erklärt worden. Die Bilanz: 1000 Aufständische seien während des mehrtägigen Einsatzes ums Leben gekommen, rund 25 US-Soldaten getötet worden. Allerdings berichteten Augenzeugen auch am Samstagnachmittag noch von weiteren Kämpfen und Explosionen in der Stadt. Am Abend wurde dann deutlich, dass die US-Armee die Lage längst nicht unter Kontrolle hatte. Aufständische leisteten den US-Angriffen nach wie vor straken Widerstand. 80 Prozent der Stadt seien von den USA rückerobert worden, hatte es zuvor geheißen. Sogar US-Soldaten zweifelten später daran.

Ungeachtet der Gefahr machten sich Lastwagen und Krankenwagen der Hilfsorganisation Roter Halbmond von Bagdad aus ohne Genehmigung der US-Armee auf den Weg in das 50 Kilometer entfernte Falludscha. Der Konvoi sei an der Stadtgrenze zunächst von US-Truppen gestoppt worden, dann aber doch nach Falludscha vorgelassen worden, sagte eine Sprecherin der Organisation. «Sie sind nun in der Stadt.»

Sie beschrieb die humanitäre Lage in der Widerstandshochburg als katastrophal. Die Strom- und Wasserversorgung in der Stadt sei unterbrochen. Tiefgefrorene Nahrung sei verdorben. Es fehle den Menschen am Nötigsten.

Nach Angaben des Roten Halbmondes haben die fünf Lastwagen Nahrungsmittel, Decken, Erste-Hilfe-Kästen, Medikamente und Geräte zur Wasseraufbereitung von mehreren Hilfsorganisationen geladen. Der Konvoi wolle im Norden der Stadt einen Ort suchen, an dem die rund 30 Helfer Hilfsgüter an die Menschen verteilen könnten, sagte die Sprecherin.

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