Aufstand
Zwei Tage Feuerpause in Sri Lanka

Anlässlich des Neujahrsfestes in Sri Lanka hat Präsident Mahinda Rajapakse die Streitkräfte im Kampf gegen die Rebellen zu einer zweitägigen Feuerpause aufgerufen. Damit sollen Zivilisten die Chance bekommen, sich in Sicherheit zu bringen.

HB COLOMBO. Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, habe das Staatsoberhaupt die Truppen am Sonntag angewiesen, die Offensive gegen die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) im Nordosten der Insel am Montag und Dienstag auszusetzen und militärische Aktionen auf "Verteidigungsmaßnahmen" zu beschränken. Damit solle im Rebellengebiet festsitzenden Zivilisten die Möglichkeit gegeben werden, in sichere Gebiete zu fliehen, hieß es.

Wie das Verteidigungsministerium am Montag weiter mitteilte, schlugen Soldaten am Vortag im umkämpften Nordosten einen Angriff der Rebellen zurück. Bei den Gefechten seien mindestens 37 LTTE-Kämpfer getötet worden. Bei einem mutmaßlichem LTTE-Überfall im Südosten der Insel starben unterdessen acht Dorfbewohner. Nach Armeeangaben stürmten in der Nacht zu Sonntag Bewaffnete die Gemeinde im Distrikt Moneragala und eröffneten das Feuer. Unter den Toten seien zwei Kinder und drei Frauen. Die LTTE äußerte sich zunächst nicht.

Die Rebellen, die einst weite Teile im Norden und Osten Sri Lankas kontrollierten, sind nach Regierungsangaben an der Nordostküste auf einem nur noch 20 Quadratkilometer großen Landstrich eingekesselt. In der Region sollen mindestens 50 000 Zivilisten festsitzen, deren Lage sich immer weiter zuspitzt. Die LTTE kritisiert, die Armee beschieße die Region ohne Rücksicht auf Unbeteiligte. Die Armee wirft den Rebellen vor, die Zivilisten gegen ihren Willen als menschliche Schutzschilde festzuhalten.

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