Aufteilung des Marktes befürchtet
Fährunternehmen wegen Kartellverdachts durchsucht

Auch Unternehmen in Deutschland sind von der EU-Kommission wegen Verdachts auf Kartellbildung durchsucht worden. P&O und Scandlines bestätigten die Durchsuchungen ihrer Büroräume.

HB BRÜSSEL. Eine Kommissionssprecherin sagte in Brüssel, die Inspektionen sollten klären, ob es Beweise für Absprachen zur Aufteilung des Fährmarktes gebe. Es gebe den Verdacht, dass die Unternehmen Wettbewerber vom Fährmarkt ausgeschlossen hätten. Durchsuchungen dazu habe es in Deutschland, Dänemark und Schweden gegeben. Zudem habe die Kommission Büros von Fährfirmen der Route über den Ärmelkanal durchsucht. Sie stünden im Verdacht, Preisabsprachen getroffen zu haben. Die Namen der Firmen wurden nicht mitgeteilt.

Auch der britisch-französische Tunnelbetreiber Eurotunnel bestätigte Durchsuchungen der EU-Behörde. Die Kommissionssprecherin betonte, solche unangekündigten Prüfungen seien der erste Schritt in Kartelluntersuchungen und griffen dem Ergebnis des Verfahrens nicht vor.

P&O erklärte, das Unternehmen sei von der Untersuchung zu den Routen zwischen dem europäischen Festland und Großbritannien und Irland betroffen und arbeite mit der EU-Kommission zusammen. Die Untersuchung gehe offenbar auf eine informelle Beschwerde bei den Wettbewerbshütern zurück.

Auch Scandlines bestätigte Durchsuchungen. Das Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Bahn und des dänischen Staates erklärte in Kopenhagen, es werde eines Kartells mit der schwedischen Stena-Reederei verdächtigt. Es habe seine Mitarbeiter angewiesen, mit der EU-Kommission zusammen zu arbeiten.

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