Aufträge für deutsche Firmen sollen beim G8-Gipfel abfallen
Schröder macht der Ölpreis Sorgen

Bundeskanzler Gerhard Schröder ist auf Sea Island eingetroffen und hat vor dem G8-Gipfel erklärt, er wolle sich bei dem Treffen für eine Ausweitung der Ölfördermengen einsetzen.

HB SAVANNAH/SEA ISLAND. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) erwartet im Gegenzug für einen substanziellen Schuldenerlass für den Irak von der Übergangsregierung in Bagdad Entgegenkommen für die deutsche Wirtschaft. Das sagte Schröder am Dienstag in Savannah bei seiner Ankunft zum G8-Gipfel im US-Bundesstaat Georgia. Deutschland sei zu dem Schuldenerlass bereit, damit die künftigen Öleinkünfte des Landes in den Wiederaufbau investiert werden können. Für einen umfassenden Erlass - nach Medienberichten bis zu 90 % - setzen sich die USA ein. Die anderen Gläubigerstaaten sind, was den Umfang betrifft, noch zurückhaltend.

Schröder will sich bei dem Gipfel, der am Abend (Ortszeit) auf der Luxusferieninsel Sea Island mit einem offiziellen Abendessen beginnen sollte, für eine weitere Ausweitung der Ölfördermenge einsetzen. „Es geht darum, dass man die Förderländer, so weit es ihnen technisch möglich ist, ermuntert, die Menge vielleicht doch noch über die jüngsten Beschlüsse hinaus auszudehnen.“

Der Bundeskanzler bezeichnete die Ölpreise als „Besorgnis erregend“. Vor allem müsse die spekulative Preisgestaltung durch mehr Markttransparenz verhindert werden. Am Ölpreis verdienten auch viele Zwischenstationen wie Fonds oder Händler. „Das Hauptproblem sind spekulative Preiszuschläge“, sagte Schröder. Auch die Opec-Förderländer hätten Interesse an mehr Markttransparenz.

Schröder flog von Savannah aus per Helikopter zum 130 Kilometer entfernten Tagungsort Sea Island weiter. Dort war ein etwa halbstündiges Gespräch mit US-Präsident George W. Bush geplant. Thema sei der Irak, hieß es aus der deutschen Delegation.

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