Augenzeugen: Geländewagen wurde auseinandergerissen
Amerikaner sollen Gaza-Streifen verlassen

Beim ersten Bombenanschlag auf US-Diplomaten im Nahen Osten seit drei Jahren sind am Mittwoch im Gaza-Streifen drei US-Sicherheitskräfte getötet worden. Die US-Botschaft in Tel Aviv empfahl allen US-Bürgern, die Region zu verlassen.

HB TEL AVIV/GAZA. Nach Berichten des israelischen Rundfunks waren in dem Diplomaten-Konvoi Mitarbeiter des US-Nahostgesandten John Wolf und des US-Geheimdienstes CIA unterwegs. Wolf selbst war nach US-Angaben aber zum Zeitpunkt des Anschlags nicht in der Region. Wer hinter der Tat steckt, blieb zunächst unklar. Israelfeindliche Palästinensergruppen wie der Islamische Dschihad und die Hamas wiesen jegliche Verantwortung zurück.

Palästinenser-Präsident Jassir Arafat und Ministerpräsident Ahmed Korei verurteilten den Anschlag und kündigten eine Untersuchung an. Der Nahost-Gesandte der UNO, Terje Roed-Larsen, sprach von einer bedrohlichen Ausweitung des Konflikts. Die Palästinenser-Regierung müsse ihre Sicherheitskräfte verstärken, um derartige Taten zu verhindern.

Die USA bemühen sich gemeinsam mit Russland, den Vereinten Nationen (UNO) und der Europäischen Union (EU) um ein Ende der Gewalt im Nahen Osten und haben zu diesem Zweck einen Friedensplan erarbeitet, für den sich Wolf als Gesandter der USA im Nahen Osten einsetzt. Die zögerlich begonnene Umsetzung des Plans, auf den sich beide Konfliktparteien verpflichtet haben, ist aber durch die Gewalteskalation in den vergangenen Monaten wieder völlig zum Stillstand gekommen. Militante Palästinensergruppen, die den USA eine pro-israelische Haltung vorwerfen, haben seit Beginn des Aufstands vor drei Jahren zwar wiederholt Bombenanschläge auf israelische Soldaten und Zivilisten im Gaza-Streifen verübt, nicht aber auf US-Bürger.

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