Aus dem Wiederaufbau-Topf sollen 3,46 Milliarden Dollar für die Sicherheit abgezweigt werden
US-Regierung will Kanonen statt Wasser für den Irak

Die US-Regierung will mehr Geld in die Sicherheit im Irak stecken. Die Milliardensummen sollen aus dem Budget für den Wiederaufbau des Landes abgezweigt werden.

HB WASHINGTON. 3,46 Milliarden Dollar werden in den Sicherheitsetat umgeleitet. Das sagte Staatssekretär Marc Grossman am Dienstag in Washington. Ursprünglich war das Geld für Wasserversorgung, Kanalisation und ein Kraftwerk eingeplant. Die Projekte sollten nächstes Jahr in Angriff genommen werden. „Egal, wieviele Kraftwerke man hat, ohne Sicherheit ist es nicht möglich, die Iraker mit Strom und Wasser zu versorgen“, sagte Grossman.

Mit dem Geld will die US-Regierung unter anderem die Ausbildung von 45 000 zusätzlichen Polizisten, 16 000 zusätzlichen Grenzbeamten und 20 Nationalgarde-Brigaden finanzieren. Ein kleinerer Teil des Geldes - 450 Millionen Dollar - sollen in die Steigerung der Ölförderung investiert werden. Denn Aufständische sabotieren immer wieder Pipelines.

Die veränderte Verwendung des Geldes muss noch vom Kongress genehmigt werden. Nach Meinung politischer Beobachter in den USA setzt sich die Erkenntnis durch, dass langfristig ohne eine Verbesserung der Sicherheitslage ein Wiederaufbau des Irak unmöglich sei. Alleine am Dienstag starben bei Anschlägen und Gefechten mehr als 70 Menschen, darunter viele Polizisten.

Die abgezweigten 3,46 Milliarden Dollar sind Teil des Gesamtbudgets im Umfang von 87 Milliarden Dollar, das der Kongress für den Irak bewilligt hatte. Davon waren ursprünglich 18,4 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau vorgesehen.

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