Aus Guantánamo entlassen
"Bremer Taliban" gibt Rätsel auf

Die angebliche Freilassung des als „Bremer Taliban“ bekannten türkischen Guantánamo-Häftlings Murat Kurnaz hat am Montag für Rätselraten gesorgt. Türkische Zeitungen berichteten, der 24-Jährige sei nach dreijähriger Haft in dem US-Gefangenenlager in den Luftwaffenstützpunkt Incirlik in der Südtürkei ausgeflogen und dort den Behörden übergeben worden.

HB ANKARA/BREMEN. Dagegen teilte das Außenministerium in Ankara mit, es könne diese Berichte „nicht bestätigen“.

Kurnaz war Anfang 2002 in Pakistan festgenommen und den USA überstellt worden. Er stand unter dem Verdacht, für das Terrornetzwerk El Kaida gekämpft zu haben. Von ursprünglich elf türkischen Guantánomo-Häftlingen sind laut türkischen Berichten bislang drei wieder freigekommen.

Die in Bremen lebende Mutter des Türken reiste unterdessen in Begleitung eines deutschen und eines US-Anwalts in die Türkei, um den Berichten über die angebliche Freilassung ihres Sohnes nachzugehen. Eine Mitarbeiterin der Bremer Kanzlei sagte der dpa, die Anwälte wollten die türkische Regierung drängen, die Auslieferung des Häftlings von den USA zu verlangen.

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