Ausländer unterstützen den Aufstand gegen die US-Truppen
Mörserangriff fordert mehr als 100 Opfer im Irak

Bei einem Mörserangriff sind am Dienstag nördlich von Bagdad vier Menschen getötet und mehr als 100 Iraker verletzt worden. Nach Polizeiangaben schlugen sechs Mörsergranaten in einen Stützpunkt der Nationalgarde in Muschahida 40 Kilometer nördlich von Bagdad ein. Amerikanische Hubschrauber flogen die Verletzten in umliegende Krankenhäuser.

HB BAGDAD. Der Angriff fand in der Ortschaft Maschahidan 40 Kilometer nördlich der Hauptstadt statt. Die Region gehört zum so genannten sunnitischen Dreieck, dem Zentrum des Widerstands gegen die US-Truppen und die irakische Regierung.

Der Aufstand im Irak wird nach Einschätzung des Internationalen Instituts für Strategische Studien (ISS) in London von bis zu 1 000 Kämpfern aus dem Ausland unterstützt. Die im Irak stationierten US-Truppen böten dem Terrornetzwerk Al Kaida „sein vielleicht attraktivstes ikonisches Ziel außerhalb der USA“, schreiben die Militärexperten in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht.

Der britische Außenminister Jack Straw verteidigte unterdessen das Vorhaben, britische Soldaten aus dem Südirak in den besonders schwer umkämpften US-Sektor zu verlegen. Angesichts der für Januar geplanten Wahl sei es sehr wichtig, den Aufstand unter Kontrolle zu bringen. „Wir würden einen Verbündeten im Stich lassen, wenn wir 'Nein' sagten“, sagte Straw dem Radiosender BBC. Eine endgültige Entscheidung über die Truppenverlegung wird erst in einigen Tagen erwartet. Eine Stationierung britischer Soldaten in Bagdad oder der Rebellenhochburg Falludscha schließt London aus.

Falludscha wurde am Montagabend erneut von US-Kampfflugzeugen bombardiert. Die Angriffe richteten sich nach US-Angaben gegen Stellungen und Waffenverstecke des Extremistenführers Abu Mussab al Sarkawi. Nach den Bombeneinschlägen sei es zu weiteren Explosionen gekommen, was dafür spreche, dass in den Häusern beträchtliche Mengen von Sprengstoff versteckt gewesen seien.

In der Stadt Ramadi im westlichen Zipfel des sunnitischen Dreiecks kam es am Dienstag zu Gefechten zwischen US-Soldaten und Aufständischen. Ein US-Militärfahrzeug sei in der Nähe des Rathauses von einem Sprengsatz beschädigt worden, berichteten Augenzeugen. Im Nordirak setzten Aufständische am Montagabend eine Ölpipeline in Brand, die von einer Raffinerie in Beidschi in die Türkei führt.

Seite 1:

Mörserangriff fordert mehr als 100 Opfer im Irak

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%