Auslandsinvestitionen
Schwellenländer kaufen sich in Europa ein

Investoren aus Schwellenländern haben im vergangenen Jahr so viele Unternehmensbeteiligungen in Westeuropa gekauft wie nie zuvor.

HB FRANKFURT. Nach Angaben der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC) erwarben Käufer aus aufstrebenden Wirtschaftsregionen 256 Unternehmensbeteiligungen. Das Transaktionsvolumen sei auf den Rekordwert von 45 Mrd. Euro angewachsen; 2007 lag es noch bei 37,5 Mrd. Euro.

Für das laufende Jahr sagte PwC voraus, dass die Bedeutung von Käufern aus aufstrebenden Wirtschaftsregionen in einem insgesamt schwächeren Marktumfeld weiter steigen dürfte. Westeuropa biete kapitalstarken Investoren, die auch in einem schwierigen Marktumfeld Potenzial sähen, derzeit ausgesprochen günstige Einstiegsbedingungen. Der Bieterwettbewerb sei wegen der herrschenden Kreditknappheit nur schwach. Zudem drücke der Konjunkturabschwung das Preisniveau.

Das Ranking der Investoren wird PwC zufolge weiter von Käufern aus dem Mittleren Osten angeführt, deren Anteil am Gesamtvolumen im vergangenen Jahr bei 40 Prozent gelegen habe. „Allerdings haben insbesondere chinesische Unternehmen ihr Engagement in Westeuropa deutlich verstärkt.“ 2008 hätten ihre Investitionen schon fast ein knappes Drittel der Gesamtsumme ausgemacht.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat auch untersucht, was die Käufer aus Schwellenländern an den europäischen Unternehmen interessiert: „Chinesische Investoren wollen vor allem Know How und Technologien sichern, während indische Unternehmen häufig Expansionsmöglichkeiten suchen.“ Für Anleger aus Russland und dem Mittleren Osten seien eher prestigeträchtige Käufe typisch.

Das Hauptinteresse der Investoren habe zwischen 2003 und 2008 Großbritannien gegolten, dorthin seien fast 60 Prozent der Kaufsumme geflossen. Darauf folgten Frankreich (zehn Prozent) und die Schweiz (sieben Prozent). Deutschland liege mit einem Anteil von sechs Prozent auf Rang vier.

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