Auslandspresse
„Merkel muss Stoiber zähmen“

Mit Skepsis haben Kommentatoren ausländischer Zeitungen die Zusammenstellung des Kabinetts unter Führung von Angela Merkel bewertet. Vor allem der interne Machtkampf mit CSU-Chef Stoiber lasse "Risse" erkennen, die für die designierte Kanzlerin "große politische Risiken birgt".

Italien:

„Il Messangero“ (Rom): (Merkels) Ministerliste entspricht ganz sicher nicht dem Wesen der Neo-Kanzlerin und dient auch nicht dazu, ihre Macht innerhalb dieser potenziell streitsüchtigen Regierung zu stärken, und dies angesichts der Tatsache, dass vier der künftigen Minister als ausgesprochene Ex-Merkel-Gegner einzustufen sind.“

„Corriere della Sera" (Rom): „Das Foto sagt mehr als tausend Worte. In der Mitte der Gruppe der künftigen christdemokratischen Minister der Großen Koalition steht nicht Angela Merkel, sondern da ragt der bayerische Ministerpräsident und neue Wirtschaftsminister Edmund Stoiber heraus. Die designierte Kanzlerin steht neben ihm, sie ist an die Seite gerückt. Wenn es auch zufällig sein mag, so gibt das Bild doch gut die internen Rivalitäten wieder, die Merkel vom mächtigen Mann aus Bayern künftig ertragen muss.

Schweiz:

„Tages-Anzeiger“ (Zürich): „Den politischen Gegner am Tisch; Parteifreunde, die auf eigene Rechnung wirtschaften; das Wahldebakel nicht aufgearbeitet; im Bundesrat nur eine knappe Mehrheit: Schon vor Regierungsantritt steht Merkel fast alleine da.“

„Salzburger Nachrichten“ (Salzburg): „(Merkel) wird die starken Persönlichkeiten zähmen müssen, die die Union und die SPD (...) entsandt haben. Es sieht ganz so aus, als müsste (sie) diese Domestizierung (...) in den eigenen Reihen beginnen - beim bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber.“

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