Auslandsreise
Merkel trifft Chinas Ministerpräsident Li

Kanzlerin Merkel ist auf der zweiten Station ihrer China-Reise in Peking angekommen. Im Mittepunkt der Gespräche stehen die Wirtschaftsbeziehungen beider Länder. Doch Merkel hat noch ein weiteres Anliegen.
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PekingBundeskanzlerin Angela Merkel ist während ihrer China-Reise am Sonntag an ihrer zweiten und letzten Station in Peking eingetroffen. Am Abend kommt sie mit Ministerpräsident Li Keqiang zusammen. Am Montag empfängt sie Staatspräsident Xi Jinping mit militärischen Ehren in der Großen Halle des Volkes am Platz des Himmlischen Friedens.

Merkel wirbt für den weiteren Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen mit China, will aber auch Menschenrechtsfragen ansprechen. Als eher unwahrscheinlich galt aber, dass sie sich erfolgreich für den Wunsch des chinesischen Künstlers Ai Weiwei einsetzen kann, seine noch bis zum 13. Juli in Berlin geöffnete Ausstellung besuchen zu dürfen. Ai wird die Ausreise verweigert.

Am Vormittag hatte Merkel Chengdu besucht, die Hauptstadt der aufstrebenden westchinesischen Provinz Sichuan. Dabei hatte sie ein Sozialprojekt für Wanderarbeiter sowie ein Gemeinschaftsunternehmen von Volkswagen und dem chinesischen Automobilhersteller FAW besichtigt.
China gehört zu den wichtigsten Handelspartnern Deutschlands. Das Reich der Mitte war 2013 mit einem Ausfuhrwert von 67 Milliarden Euro nach den USA der zweitwichtigste Absatzmarkt der deutschen Wirtschaft außerhalb Europas und der fünftwichtigste überhaupt. Bei den Lieferländern belegte China mit einem Volumen von 73,4 Milliarden Euro nach den Niederlanden sogar Platz zwei.
Für die deutschen Schlüsselindustrien wie den Auto- und Maschinenbau ist der chinesische Markt von großer Bedeutung. Im vergangenen Jahr exportierte Deutschland Autos und Kraftfahrzeugteile im Wert von 17,6 Milliarden Euro. Für Maschinen und Anlagen ist China wichtigster Absatzmarkt. 2013 lieferten die deutschen Unternehmen dieser Branche Waren im Wert von etwa 17 Milliarden Euro in das asiatische Land. Zudem ist China nach den USA zweitwichtigster Investitionsstandort der Branche. Bei den Importen aus China steht Elektronik an erster Stelle.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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