Auslandsvermögen
Italien verlängert Steueramnestie

Die italienische Regierung hat die erfolgreiche Steueramnestie für Steuersünder verlängert, die ihr Vermögen im Ausland vor dem Fiskus verstecken. Durch die Amnestie sollen Milliarden Euro an Auslandsvermögen zurückgeholt werden. Gleichzeitig erhöhte das Kabinett die Strafsteuer.
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HB ROM. Das Kabinett habe am Donnerstag ein entsprechendes Dekret verabschiedet, hieß es in Regierungskreisen. Damit bleibe die ursprünglich bis Mitte Dezember geltende Amnestie bis Ende April in Kraft.

Mit der Verlängerung werde zugleich die einmalige Strafsteuer auf das zurückgeführte Vermögen von fünf auf sechs Prozent erhöht, hieß es weiter. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte Reuters, die Regierung rechne damit, dass nunmehr rund 30 Mrd. Euro illegal im Ausland geparktes Kapital zurück nach Italien transferiert würden. Dies brächte zusätzliche Steuereinnahmen von rund 1,8 Mrd. Euro.

Während der ursprünglich dreimonatigen Amnestiedauer waren 100 Mrd. Euro zurück nach Italien geflossen. Dies bescherte dem klammen Staat Steuermehreinnahmen in Höhe von rund fünf Mrd. Euro. Die Amnestie ermöglicht es, im Ausland verstecktes Schwarzgeld gegen eine geringfügige Strafzahlung von fünf Prozent heimzuholen.

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