Auslöser waren SMS-Botschaften
Ausschreitungen bei Trinkgelagen in Spanien

Nach Aufrufen zu Massenbesäufnissen in mehreren Städten Spaniens haben landesweit mehrere Zehntausend Jugendliche an Trinkgelagen unter freiem Himmel teilgenommen.

HB MADRID. Allein in Granada im Süden des Landes kamen mehr als 20 000 Menschen zusammen, meldete der Rundfunk am Samstag. Die Stadtverwaltung hatte ein großes Parkgelände zur Verfügung gestellt, wo gleichzeitig auch ein Frühlingsfest gefeiert wurde.

In Barcelona kam es am Rande einer der Freiluftpartys zu schweren Ausschreitungen. Rund 200 Jugendliche aus der autonomen Szene hätten Polizisten mit Flaschen und Steinen angegriffen sowie Müllcontainer in Brand gesteckt, teilten die Behörden mit. Bei den Krawallen seien 15 Menschen leicht verletzt und etwa 50 Randalierer festgenommen worden. Zusammenstöße gab es auch in Salamanca.

Freiluftpartys mit reichlich Alkohol fanden auch in Parks oder auf öffentlichen Plätzen in Sevilla, Valladolid oder Saragossa statt. In Madrid, wo es stundenlang regnete, verhinderte die Polizei, dass die Jugendlichen an den beiden ausgemachten Orten zusammenkommen konnten. Vereinzelt beschlagnahmten die Beamten auch Schnapsflaschen. In rund 20 Städten hatte es Aufrufe zu dem Massenbesäufnis gegeben. Auslöser war eine Massenparty in Sevilla vor einem Monat. Studenten hatten damals über SMS-Botschaften etwa 5000 Menschen zusammengetrommelt und mit reichlich Alkohol das Ende der Prüfungszeit gefeiert. Andere Städte wollten diese Zahl daraufhin überbieten. Gesundheitsministerin Elena Salgado kritisierte den eigenartigen Wettstreit als „Anschlag“ auf die Gesundheit.

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