Ausnahmen gefordert Frankreich droht den USA mit Blockade des Freihandels

Eine Freihandelszone zwischen Europa und den USA droht an Frankreich zu scheitern. Die französische Handelsministerin Nicole Bricq drängt auf Ausnahmen für zahlreiche Wirtschaftszweige.
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Frankreichs Handelsministerin Nicole Bricq gibt sich in den Verhandlungen mit den USA hart. Quelle: Reuters

Frankreichs Handelsministerin Nicole Bricq gibt sich in den Verhandlungen mit den USA hart.

(Foto: Reuters)

ParisFrankreich hat mit einer Blockade der geplanten Verhandlungen über eine europäisch-amerikanische Freihandelszone gedroht. Handelsministerin Nicole Bricq sagte am Montag in Paris, Voraussetzung für eine Unterstützung durch ihr Land sei die Ausnahme aller Wirtschaftszweige, die kulturelle Güter beträfen. Dazu zählt die Regierung in Paris unter anderem die von ihr massiv bezuschusste Filmindustrie, die Zulassung von Fernsehsendern und die Musikindustrie.

Bricq kündigte an, Frankreich werde sich auch beim Vertrieb von genetisch manipulierten Lebensmitteln hart zeigen. "Es steht außerfrage, dass wir nicht mit einem Mandat verhandeln können, das eilig zusammengeschustert wurde", sagte die Ministerin mit Blick auf das Konzept, das von der EU-Kommission erarbeitet wurde, aber noch unter Verschluss gehalten wird.

Die Kommission und die US-Regierung haben sich zum Ziel gesetzt, im Juni mit den Verhandlungen zu beginnen und sie bis Ende 2014 abzuschließen. Auf die Frage, ob dieses Datum zu halten sei, antwortete Bricq: "Wenn die EU-Kommission die Kultur ausnimmt, warum nicht. Das ist aber eine Vorbedingung." Frankreich hat bereits in den 90er Jahren einen ähnlichen Vorstoß für ein Freihandelsabkommen zu Fall gebracht.

Zuletzt hatte sich auch US-Präsident Barack Obama zurückhaltend zu den Aussichten geäußert. Das Zustandekommen des Vertrages werde ein hartes Stück Arbeit, sei aber möglich. Als größtes Hindernis gilt die Agrarbranche. In den USA werden Lebensmittel aus genveränderten Substanzen ohne Kennzeichnung verkauft, was in der EU verboten ist. Zahlreiche Vorschriften im Lebensmittelbereich unterscheiden sich.

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10 Kommentare zu "Ausnahmen gefordert: Frankreich droht den USA mit Blockade des Freihandels"

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  • Das zweite Scheitern des Liberalismus

    http://www.heise.de/tp/artikel/19/19062/1.html


    Exportorientierung statt Binnenmarkt - Entwicklung | Telepolis

    11. Apr. 2005 ... Anders als der Modelltheoretiker Ricardo geht der Abbé Galiani davon aus, dass
    kein Modell und kein Rezept für alle Zeiten und für alle ...

    http://www.heise.de/tp/artikel/19/19828/1.html

  • Manfred Julius Müller für Zollgrenzen, geegn Monetarismus, gegen Freihandel, gegen eine exportfixierte neoliberale Angebotspolitik...für einen rationalen Protektionismus nach Friedrich List, Emmanuel Todd und Linksparteimitglied Franz Groll in "Wie das Kapital die Wirtschaft ruiniert - Wege zu einer ökologisch-sozialen Gesellschaft"

    http://www.neo-liberalismus.de

    http://www.anti-globalisierung.de

    VWL und Geopolitik

    http://www.steinbergrecherche.com

    EIR Nachrichten abseits der Mainstream Medien

    http://www.bueso.de

  • Die wahren Zahlen

    http://www.volksprotest.de

    Lösungen siehe Forum...

  • Die Franzosen haben Recht

  • Erst kommt die Freihandelszone mit der Nordamerikanische Union, bestehend aus Kanada, den Vereinigten Staaten und Mexiko. Dann werden Freihandelszonen mit asiatischen Staaten (Japan, Südkorea? )geschlossen. Das Ziel wird eine gemeinsame Währung sein. Das sind uralte Pläne und die werden Schritt für Schritt umgesetzt, auch die bildung der EU dient nur diesem Ziel. Am Ende haben wir eine riesige Wirtschaftszone mit einer Regierung.

  • Freihandel kann Sinn machen oder zerstören.

    Ich bin der Meinung, dass es für Deutschlands Bevölkerung eher das letztere ist.

  • Eine Freihandelszone sollte immer auch das beinhalten, was das Wort birgt. Freier Handel in einer Zone. Wenn ich also gegen Monsato bin, muss ich für eine Freihandelszone sein, dann habe ich meinen Teil für die Rettung der Welt bereits getan. Irgendwie muss sich die Staaten ja gegen dieses Monster wehren.

  • Europa soll ein Teil der USA werden. Ganz nett, dass Frau Bricq versucht, noch etwas für ihr Land zu verhandeln. Ich persönlich sehe diese Freihandelszone mit großer Skepsis. Alles, was diese EU-Eliten bisher angefasst haben, ist zu einem Desaster für die Bevölkerung geworden. Und: Verhandeln mit den USA? Worüber? Die haben die größte Armee der Welt, die nehmen sich im Zweifelsfall was sie wollen. Und was Verträge auf Seiten der EU wert sind, das wissen wir seit der Euro-Krise ganz gut, nämlich nichts.

  • Eine Freihandelszone sollte eine Verpflichtung der Übernahme des europäischen Sozalstandard beinhalten. Ansonsten werden die europäischen Sozialleistung aus wettbewerbsgründen unter Druck geraten und im schlimmsten Fall, den amerikanischen angepasst. Das kann keiner wollen.

  • Na hoffendlich kommt dieser Blödsinn nicht zu stande! Dann kann man Frankreich nur die hand schütteln, wenn sie es verhindern! Andernfalls kommt nur in Zukunft Genfraß unkontrolliert nach Europa. Der Amerikaner exportiert erst seinen Lebensstil, dann seine Waren kann andernfalls keiner brauchen!
    Der Hintergedanken zur EU und den Folgen bis zu "Vereinigten Staaten von Europa" - unter amerikanischer Aegide - ist auf amerikanischem Mist gewachsen und von ihnen forciert worden.
    Wer den Amerikaner als "Freund" hat, braucht keine weiteren Feinde!

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