Ausnahmezustand
Bhutto will trotz Verbots marschieren

Trotz des Verbots politischer Versammlungen unter dem Ausnahmezustand in Pakistan will Oppositionsführerin Benazir Bhutto ihren „langen Marsch für die Demokratie“ beginnen. Der Protestmarsch werde stattfinden, egal, was passiere, sagte einer der Anführer von Bhuttos Volkspartei PPP, Jehangir Badar.

HB ISLAMABAD. „Demonstrieren ist unser politisches Recht, und dessen kann uns niemand berauben.“ Die frühere Premierministerin und ihre Unterstützer wollen an diesem Dienstag damit beginnen, von der ostpakistanischen Stadt Lahore in die rund 290 Kilometer entfernte Hauptstadt zu marschieren.

Präsident Pervez Musharraf hatte am Sonntag angekündigt, die Parlamentswahl werde pünktlich noch vor dem 9. Januar stattfinden. Er hatte aber keinen Zeitpunkt für ein Ende des Ausnahmezustands genannt. Der Ausnahmezustand sei notwendig für den Kampf gegen den Terrorismus und um die Parlamentswahlen vorzubereiten, sagte er.

Bhutto begrüßte am Sonntagabend in Lahore das Wahldatum. Der positive Schritt reiche aber nicht aus, sagte sie. „Politiker, Rechtsanwälte und andere fordern eine Aufhebung des Ausnahmezustands.“ Unter dem Ausnahmezustand sind öffentliche Versammlungen mit mehr als vier Menschen in Pakistan verboten.

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