Aussage von Diplomaten
Deutschland zögert bei neuen Iran-Sanktionen

Nach Aussage von Diplomaten lehnt die Bundesregierung im Streit um das iranische Atomprogramm eine schnelle Verschärfung der Sanktionen gegen die Islamische Republik ab.

HB BERLIN. „Sie wollen lieber mindestens so lange warten, bis der November-Bericht der IAEA über den Iran herauskommt“, sagte ein europäischer Diplomat der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Die Deutschen wollten sehen, ob eine Vereinbarung zwischen dem Iran und der Internationale Atomenergiebehörde über mehr Transparenz in dem Nuklearprogramm wirkt.

Die USA dagegen wollen noch in diesem Monat mit den anderen Veto-Mächten im Uno-Sicherheitsrat und Deutschland über eine Verschärfung der Strafmaßnahmen beraten. Das Treffen werde am 21. September auf der Ebene der politischen Direktoren stattfinden, sagte ein Sprecher des US-Außenministeriums.

Der Uno-Sicherheitsrat verlangt vom Iran einen Stopp der Urananreicherung, die als Schlüssel zur Herstellung von Atomwaffen gilt. Um seine Forderung durchzusetzen, hat das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen im Dezember Sanktionen verhängt und diese im März verschärft. Die Regierung in Teheran hat den Verdacht zurückgewiesen, an Atomwaffen zu arbeiten.

Deutschland hat gemeinsam mit den beiden Veto-Mächten Großbritannien und Frankreich lange in dem Konflikt vermittelt. Weitere ständige Mitglieder des Sicherheitsrats sind Russland, China und die USA.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%