Ausschreitungen in Kathmandu
Nepalesen setzen nach Geiselmord Moschee in Brand

In der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu ist es nach dem Mord an zwölf nepalesischen Geiseln im Irak zu schweren Ausschreitungen gekommen.

HB KATHMANDU. Bei Straßenschlachten zwischen meist jugendlichen Demonstranten und der Polizei in der nepalesischen Hauptstadt wurden nach Angaben aus Krankenhäusern bis zu 100 Menschen verletzt. Am Nachmittag wurde eine Ausgangssperre verhängt, ausländische Touristen wurden angewiesen, in ihren Hotels zu bleiben. Randalierer hatten zuvor unter anderem die größte Moschee der Stadt, ein muslimisches Gemeindezentrum und das Büro von Katar Airways geplündert und in Brand gesteckt.

Katar Airways setzte den Flugbetrieb nach Kathmandu dem Vernehmen nach aus. Demonstranten skandierten Parolen gegen den Irak und gegen die nepalesische Regierung, der sie vorwarfen, sich nicht ausreichend um die Freilassung der Geiseln bemüht zu haben. Zwei private Fernsehsender stellten vorübergehend ihr Programm ein, nachdem ein Mob die Sendeanstalten umzingelt hatte. Der neue deutsche Botschafter in Nepal, Franz Ring, kam am Mittwoch in Kathmandu an. Er sei sicher gelandet, hieß es. Es gebe keine Hinweise, dass Deutsche von dem Gewaltausbruch betroffen gewesen seien.

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