Außenhandel
EU hält Freihandelsabkommen mit China für möglich

China will die Wirtschaftsbeziehungen zur EU stärken. EU-Diplomaten stellen ein Freihandelsabkommen in Aussicht, jedoch nur unter strengen Bedingungen. Einige EU-Staaten sind grundsätzlich dagegen.
  • 4

BrüsselTrotz Streitthemen wie Hilfen für die Solarindustrie halten EU-Diplomaten ein Freihandelsabkommen mit China für möglich. Dieses könnte geprüft werden, wenn die Volksrepublik Marktzugang ermögliche und Wettbewerbsprobleme beseitige, heißt es in einem Dokument, das der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag vorlag. Das Papier ist eine Antwort auf einen chinesischen Vorschlag, die Beziehungen zur EU zu vertiefen. Die Diplomaten schlagen darin vor, zunächst eine umfassende Investitionsvereinbarung zu schließen. Dies wäre ein Signal, die Beziehungen weiter auszubauen, hieß es.

EU-Kreisen zufolge stößt aber schon die Erwähnung eines Freihandelsabkommens auf Widerstand von Mitgliedstaaten. Besonders Frankreich und Italien hätten sich auf Treffen von Handelsexperten in der vergangenen Woche dagegen ausgesprochen. Deutschland und andere EU-Mitglieder plädieren dafür, zunächst eine Partnerschaftsvereinbarung mit China zu schließen. Die Verhandlungen über dieses von der EU im Jahr 2007 angestoßene Abkommen stecken aber fest.

Die EU und China streiten unter anderem über Billigimporte von Solarmodulen aus der Volksrepublik. Die EU wirft China zudem vor, Telekomausrüster mit illegalen Beihilfen zu unterstützen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Außenhandel: EU hält Freihandelsabkommen mit China für möglich"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Meiner Meinung nach sollte ein Freihandelsabkommen gar nicht so eng gesehen werden. Die Schweiz hat die Freihandelsverhandlungen mit China auf technischer Ebene abgeschlossen. Warum sollte die EU nicht folgen?

    Seit 2007 steckt man schon in diesen Verhandlungen. Weil viele EU- Mitgliedsstaaten ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und China kritischsehen. Frankreich und Italien sprechen sich generell gegen ein Freihandelsabkommen mit China aus. (Quellen: http://www.marktundmittelstand.de/nachrichten/kunden-maerkte/freihandelsabkommen-mit-china-moeglich/ )
    Viele Unternehmen sprechen sich für ein Freihandelsabkommen aus, da dadurch für sie einige Hürden wegfallen würden. Sollte man es nicht eher als ein Meilenstein betrachten?

    Gruß, W.

  • Die EU erinnert mich an den früheren ADELSTAND, unantastbar!!!

    Wieder in eine SACKGASSE ! Armselige POLITIK ! LOBBYISMUS !

    Ja, langsam sollte der deutsche- und EU-BÜRGER aktiv werden, eigentlich überfällig !

    >Die Welt wird nicht bedroht von Menschen, die BÖSE sind, sondern von MENSCHEN, die das BÖSE zulassen<

  • Man könnte China auch gleich in die EU beitreten lassen. Ich mein, was ist die EU denn überhaupt noch außer einem riesigen korrputen Haufen Ar***kriechern?
    Ich kann mir irgendwie schon vorstellen wie die EU-Diplomaten sich in China oder in Brüssel von den Chinesen bezirzen lassen. Ein bisschen Reiswein und ein paar leichte Mädchen für die einsamen Nächte in Brüssel und schon steht einem Freihandelsabkommen nichts mehr entgegen.
    Wie kann man denn bitte so derart rücksischtslose politische Entscheidungen treffen? So! Und jetzt nochmal zum mitschreiben liebe EU-Fuzzis: China ist eine Diktatur! Dort steht allerhöchsten ein Warenboykott auf dem Programm, aber sonst nichts!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%