Außenministertreffen am Dienstag
Nato demonstriert Stärke gegen Russland

Beratungen der Nato-Außenminister in Brüssel: Erstmals seit Jahren redet die Nato über mögliche Übergriffe auf Mitgliedstaaten im Osten. Im Streit mit Russland will das Bündnis signalisieren: Wir sind bereit!
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BrüsselIm Konflikt mit Russland zeigt die Nato Zähne. Das Militärbündnis will mit Hilfe Deutschlands schon 2015 eine Eingreiftruppe aufstellen, die notfalls binnen weniger Tage nach Polen oder ins Baltikum entsandt werden könnte.

Zudem verstärkt die Nato die Unterstützung für die Ukraine und schließt auch eine Mitgliedschaft des Landes nicht aus, wie Generalsekretär Jens Stoltenberg am Montag in Brüssel deutlich machte. Russland reagierte mit der Ankündigung neuer Marinemanöver.

Die Nato-Außenminister treffen sich am Dienstag in Brüssel, um die Umsetzung der Beschlüsse des Gipfels in Wales im September voranzutreiben. Dort war wegen der Ukraine-Krise als Ziel ausgegeben worden, sich besser auf eine mögliche Aggression gegen ein Mitgliedsland - den sogenannten Bündnisfall - vorzubereiten.

Stoltenberg warf Russland erneut aggressives Verhalten vor. Als jüngste Beispiele nannte der Nato-Generalsekretär die Einfahrt russischer Fahrzeugkonvois über die Grenze in die Ostukraine sowie den weiteren Zufluss schwerer Waffen in das zwischen der Ukraine und Separatisten umkämpfte Gebiet.

Auch kritisierte er die verstärkten, teils „aggressiv geführten“ russischen Militärübungen in der Nähe von Nato-Grenzen, die zu Zwischenfällen oder Unfällen führen könnten.

Die russische Kriegsmarine kündigte fast zeitgleich in Moskau an, dass sie nicht etwa zurückstecken, sondern die Präsenz in internationalen Gewässern sogar noch ausweiten will, wie die Agentur Interfax berichtete. Die Anwesenheit von Zerstörern und Raketenkreuzern werde die „internationale Sicherheit erhöhen“. Der Westen sieht das anders und hatte zuletzt eine russische Marineübung im Ärmelkanal kritisiert.

Auch russischen Forderungen nach einer Garantie, dass die derzeit blockfreie Ukraine nicht in die Nato aufgenommen wird, erteilte Stoltenberg eine Absage. Jedes Land dürfe alleine entscheiden, ob es einen Aufnahmeantrag stelle. Danach prüfe die Nato, ob die geforderten Standards erfüllt seien. Es gebe kein „Vetorecht“ eines Drittstaates.

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Nato demonstriert Stärke gegen Russland

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Permanente Feuertruppe soll 2016 kommen

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  • Nato steht fuer Provokation,Katastrophen,Menschenleid,misslungene Kriegsabenteuer, Missachten von Ordnung+Menschenleben+Ethik+Moral.

    Das provokative Vorgehen+der agressive NatoTon ist ganz gut zu verstehen weil Ukraine sieht aus als wieder ein verlorener Krieg,geplant v/d US-NatoKriegsPlanern.Die Liste der US-NatoFehlKriege lautet schon Lybien,Irak,Afganistan,Somalia,Ukraine,Syrien,Kosovo,Yemen,Georgien,mit vielen Menschenrechtsverletzungen+immensen Fluechtlingstroemen.Geldsummen belaufen sich auf Hunderten v Miliarden Euro fuer EU.Vielleicht wachen EU-NatoMinister jetzt auf das Alles wieder ganz schief gelaufen ist.Man hat einfach USA-WeltKriege finanziert,Folge verlorenes Ansehen i/d Welt als Marionnet-Kriegstreiber v USA,sichselbst beschaedigend in Wirtschaftsinteressen+historischen Wachstumschancen.Europa Untergang bringend statt Wohlstand.Fuer diese Politik sollte man die EU-NatoMinister sofort entlassen. Ueberall wo die Nato aktiv war versinken Laender+Regionen im Chaos

  • Stoltenberg labert was von möglichen Angriffen auf Mitgliedsstaaten? spinnt der? wir sind bereit? aha, der Natoaufmarsch steht, dann muß nur noch ein erfundener Vorfall her. kommt der krieg noch vor Weihnachten, oder danach sie Arschloch!?

  • NATO sieht sich durch Russland bedroht
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    Drei Monate nach dem NATO-Gipfel in Wales hat die Allianz ein Konzept für ihre "Speerspitze": Sie soll Russland abschrecken. In der Ukraine-Krise bleiben der NATO nur Appelle.

    Warlord Putin reagiert darauf mit verstärkten Manövern an den Grenzen der Nato. (Kampfjets, U-Boote, Langstreckenbomber).

    Stoltenberg warf Russland erneut aggressives Verhalten vor. Als jüngste Beispiele nannte der Nato-Generalsekretär die Einfahrt russischer Fahrzeugkonvois über die Grenze in die Ostukraine sowie den weiteren Zufluss schwerer Waffen in das zwischen der Ukraine und Separatisten umkämpfte Gebiet.

    Es geht hier um "Neurussland" und dieses gehört zur russischen Föderation. Und Warlord Putin ist natürlich verpflichtet, die "Volkswehr militärisch zu unterstützen.
    Außerdem verbringen die russischen Soldaten nur ihren "Urlaub" bei ihren Brüdern in "Neurussland". Auch ihre "Dienstpanzer" und "Raketenwerfer".

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