Ausstände in Südafrika
Goldminenmitarbeiter wollen ab Dienstag streiken

Die großen Goldproduzenten müssen Produktionsausfälle fürchten: In Südafrika wollen die Mitarbeiter von Goldminen ab Dienstag in den Streit treten. Für das Land könnte das Einbußen in Millionenhöhe bedeuten.
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JohannesburgDie Streikwelle in Südafrika hält an: Nach den Beschäftigten der Bau- und Autoindustrie treten ab Dienstag die Mitarbeiter von Goldminen im Kampf für höhere Löhne in den Ausstand. Dies teilten die Arbeitgeber am Freitag mit und wiederholten zugleich ihre Gesprächsbereitschaft. In der vergangenen Woche waren die Verhandlungen ergebnislos abgebrochen worden. Die zuständige Gewerkschaft NUM repräsentiert rund 64 Prozent der rund 120.000 in Goldminen Beschäftigten. Sie fordert um rund 60 Prozent höhere Löhne, was die Arbeitgeber bisher als unrealistisch ablehnen. Sie bieten ein Plus zwischen 6,0 und 6,5 Prozent.

Alle großen Goldproduzenten wie AngloGold Ashanti, Gold Fields, Harmony Gold und Sibanye werden von dem Streik betroffen sein. Gemessen am aktuellen Goldpreis könnte Südafrika täglich durch die Ausfälle 35 Millionen Dollar einbüßen.

Am Montag hatten in Südafrika bereits Bauarbeiter und Flughafenangestellte ihre Arbeit niedergelegt. In der vergangenen Woche hatten rund 30.000 Beschäftigte in der Autoindustrie für höhere Löhne gestreikt und damit den Sektor fast komplett lahmgelegt. Die Regierung hatte alle Parteien unlängst aufgefordert, schnell zu Einigungen zu kommen. 2014 wird in Südafrika gewählt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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