Austausch
Rasmussen bereit für Dialog mit Muslimen

Der künftige Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sieht „Dialog und Zusammenarbeit“ mit der islamischen Welt als eine der wichtigsten Zukunftsausgaben. Bei einer Uno-Konferenz in Istanbul betonte Rasmussen seine persönliche Verantwortung.

HB ISTANBUL. Bei der Uno-Konferenz "Allianz der Zivilisationen" in Istanbul sagte der Däne zwei Tage nach seiner Ernennung zum nächsten zivilen Chef des Militärbündnisses: "Als Generalsekretär wird eine meiner Arbeitsschwerpunkte darin bestehen, den Dialog und die Zusammenarbeit mit der muslimischen Welt zu intensivieren. Ich betrachte dies als ganz besonderes persönliche Verantwortung."

Rasmussens Auftritt in Anwesenheit des türkischen Regierungschefs Recep Tayyip Erdogan war mit Spannung erwartet worden. Erdogans Regierung hatte Rasmussens Ernennung am Wochenende lange Zeit blockiert und dies auch mit seiner harten Haltung beim Streit um die dänischen Mohammed-Karikaturen begründet. Dazu sagte Rasmussen vor der Konferenz: "Die Meinungsfreiheit ist von zentraler Bedeutung. Dasselbe gilt für den Respekt vor religiösen Gefühlen. Wir müssen beides genau miteinander in Balance bringen."

Die von türkischer Seite nach inoffiziellen Angaben verlangte Entschuldigung Rasmussens für die Veröffentlichung der Karikaturen blieb aus. In Kopenhagen verlangten Oppositionssprecher Auskunft darüber, ob türkische Medienberichte zutreffen, wonach Rasmussen beim Nato-Gipfel in Straßburg auch die Schließung des kurdischen Exil- Senders Roj TV zugesagt haben soll. Der Däne tritt sein Nato-Amt als Nachfolger des Niederländers Jaap de Hoop Scheffer am 1. August an.

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