Australien
Terroristen wollten offenbar Atommeiler angreifen

Die in der Vorwoche in Australien festgenommenen mutmaßlichen Terroristen wollten offenbar den einzigen Atomreaktor auf dem fünften Kontinent angreifen: Nach Erkenntnissen der Behörden wurde das Gelände bei Sydney von den Extremisten ausgekundschaftet.

HB SYDNEY. Wie die australischen Behörden am Montag mitteilten, wurden drei Verdächtige im Dezember vor einem Jahr vor dem Meiler in Lucas Heights bei Sydney gestoppt worden. Sie hätten angegeben, ein Motorrad testen zu wollen. Bei getrennten Vernehmunen hätten sich die drei Männer dann in Widersprüche verstrickt. Zudem sei vor kurzem das Schloss am Zufahrtstor zu dem Reaktor aufgebrochen worden. Die Anlage dient nicht der Stromerzeugung, sondern der Forschung und für medizinische Zwecke.

Sechs der Festgenommenen haben sich nach den Ermittlungen der Behörden zudem in verschiedenen Zelt- und Jagdlager aufgehalten, bei denen es sich um Ausbildungscamps moslemischer Extremisten gehandelt habe. In der Vergangenheit hätten Attentäter vor Anschlägen wiederholt solche Lager besucht.

Der geistliche Führer der Festgenommenen, der ebenfalls unter Terrorverdacht steht, habe den Männern erklärt, wenn sie im Heiligen Krieg sterben wollten, sollten sie dabei größtmöglichen Schaden anrichten, hieß es in dem Polizeidokument weiter.

Die australische Polizei hatte vergangene Woche bei der größten Anti-Terror-Operation in der Geschichte des Landes 18 Männer verhaftet, neun in Sydney, neun weitere in Melbourne. Australien ist ein enger Verbündeter der USA im Irak und in Afghanistan. In Friedenszeiten hat es noch keinen größeren Angriff in dem Land gegeben.

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