Auswärtiges Amt rät nach schweren Unruhen von Visiten nach Kathmandu ab
Reisewarnung für Nepal

Nach den Krawallen in Kathmandu warnt das Auswärtige Amt vor Reisen in die nepalesische Hauptstadt. Das Ministerium empfahl Bundesbürgern vor Ort dringend, die am Donnerstag in der Stadt verhängte Ausgangssperre zu befolgen.

HB DÜSSELDORF. Nach dem Mord an zwölf nepalesischen Geiseln im Irak war es am Mittwoch in Kathmandu zu den schwersten Unruhen seit Einführung der Demokratie im Jahr 1990 gekommen. Der Mob tötete mindestens zwei Menschen und verletzte zahlreiche weitere. Randalierer hatten die größte Moschee der Stadt geplündert und in Brand gesteckt. Meldungen über neue Ausschreitungen gab es zunächst nicht.

Die Innenstadt Kathmandus bot am Donnerstag in weiten Teilen ein Bild der Verwüstung. Zahlreiche Fenster waren eingeworfen und Autos zerstört worden, mehrere Gebäude brannten. Die „Kathmandu Post“, deren Redaktionsgebäude von Randalierern gestürmt worden war, warf der Regierung vor, versagt zu haben. Es sei zu erwarten gewesen, dass die Nepalesen nicht friedlich auf die Ermordung der Geiseln reagieren würden.

Die Fluggesellschaften Katar Airways, Pakistan International Airlines und die indische Sahara setzten ihre Flüge nach Kathmandu aus. Ihre Büros in der Hauptstadt des Himalajastaates waren angegriffen und teils niedergebrannt worden. Touristen saßen in ihren Hotels fest, nachdem die Ausgangssperre um 9.30 Uhr Ortszeit (5.45 Uhr deutscher Zeit) wieder in Kraft gesetzt worden war. Zuovor war sie für dreieinhalb Stunden ausgesetzt worden.

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