Auswege aus der Schuldenkrise
Euro-Länder prüfen drei Griechenland-Optionen

Die Bemühungen der Euro-Länder um eine Griechenland-Rettung gehen in eine entscheidende Phase. Experten loten derzeit mehrere Varianten aus, um den Mittelmeerstaat vor der Pleite zu bewahren.
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Die Euro-Länder haben zur Beteiligung der privaten Gläubiger an der Rettung Griechenlands eine neue Finanzmarktsteuer in Betracht gezogen. Das sieht eine der drei Optionen vor, über die Experten der Euro-Staaten vergangene Woche in einer Telefonkonferenz diskutierten. Wie aus einem Reuters am Dienstag vorliegenden Protokoll dazu hervorgeht, würde die Steuer mit einer freiwilligen Laufzeitenverlängerung seitens der Banken kombiniert.

Dies wäre die einzige der drei Varianten, bei der die Ratingagenturen Griechenland nicht für pleite erklären würden. Die Variante mit der Bankensteuer wird von Frankreich und Griechenland selbst unterstützt. Der österreichische Zentralbank-Chef Ewald Nowottny wies darauf hin, dass die Einstufung als zahlungsunfähig zeitlich begrenzbar sei.

Die Euro-Länder wollen über das neue Hilfspaket zur Rettung Griechenlands bei ihrem Sondergipfel am Donnerstag beschließen. Die erste der drei diskutierten Varianten würde die Finanzlage des überschuldeten Euro-Landes am meisten verbessern, wäre jedoch mit den höchsten Verbindlichkeiten für die Geberländer verbunden und würde zur Bankrotterklärung Griechenlands führen. Den privaten Gläubigern würde danach eine öffentliche Garantie - eine sogenannte Kreditverstärkung - gewährt für neue Kredite an Griechenland.

Hinzu käme ein Schuldenrückkauf über Gelder des Euro-Rettungsfonds EFSF. Dieser müsste außerdem Mittel zur Refinanzierung griechischer Banken und Sicherheiten für die Europäische Zentralbank (EZB) aufbringen, damit diese den dortigen Banken noch Kredit gibt. Zahlen werden in dem Papier allerdings nicht genannt.

Die zweite Option verzichtet auf einen Schuldenrückkauf und bezieht die Privatgläubiger über einen Anleihetausch ein, wie es die französischen Banken vorgeschlagen hatten. Griechenland würde durch niedrigere Zinsen und längere Laufzeiten der Kredite des EFSF entlastet.

Wie im ersten Fall wäre die Pleiteerklärung durch die Ratingagenturen nicht zu vermeiden. Das dritte Modell würde nicht zum Zahlungsausfall führen. Die Gläubiger würden freiwillig Griechen-Bonds weiter kaufen. Sie würde aber mit der Steuer auf den Finanzsektor kombiniert, um mehr Geld zur Finanzierung Griechenlands hereinzubekommen. Die Liquiditätslage des Landes würde aber nur geringfügig verbessert.

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"Es geht um die Widerstandsfähigkeit der Euro-Zone"

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  • endlich das erste politische Schwergewicht , das Klartext redet. Bislang läuft nur eine Konkursverschleppung . Griechenland ist auszuschließen vom Euro,weil sie mit getürkten Zahlen den Euro erschlichen haben . Gleichzeitig ist klarzustellen, dass andere Länder , die erst durch die Krise in Schwierigkeiten gekommen sind ,( unter Auflagen) gestützt werden, sofern das nach Ausschluss Griechenlands vom Euro noch nötig ist.

  • Banken sollen sich beteiligen und so der Steuerzahler entlastet werden???
    Natürlich holen die Banken jeden Cent, den sie zahlen vom Steuerzahler / Bankkunden zurück. Ausserdem wird auch der für die Wirtschaft zentrale Bereich der Firmenkreditvergabe in Mitleidenschaft gezogen. Deutschland wird also im privaten UND wirtschatflichen Sektor im Mark getroffen. Wie lange kann das noch gutgehen??

  • Wenn der Schuldenschnitt unterbleibt, weil man von Griechenland und der EZB erpresst wird, dann weiß auch der allerletzte Schuldenmacher wie er sich in Zukunft ungestraft verhalten darf mit den daraus folgenden Konsequenzen,nämlich einer vollständigen finanziellen
    Zerüttung aller Beteiligten , Schuldner und Gläubigern.

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