Ausweitung der Krim-Krise
Der Westen fürchtet Putins Gebietsansprüche

Ist die Krim erst der Anfang? Der Westen befürchtet, dass Russland mehr Regionen einverleibt. Ursula von der Leyen will an den Außengrenzen Flagge zeigen. „Von allen guten Geistern verlassen“ – urteilt Christian Lindner.
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Kiew/Moskau/BerlinNach der Annexion der Halbinsel Krim wächst im Westen die Sorge vor neuen Gebietsansprüchen Russlands. Die Nato zeigte sich beunruhigt über die russische Truppenpräsenz an der Ostgrenze der Ukraine. Die Streitkräfte seien so stark, dass sie im Konflikt um die abtrünnige Region Transnistrien auch eine Bedrohung für die frühere Sowjetrepublik Moldau darstellen könnten, sagte Oberkommandeur Philip Breedlove in Brüssel. Außenminister Frank-Walter Steinmeier drohte Moskau mit schärferen Sanktionen, falls sich die Krise ausweite.

In Donezk in der Ostukraine forderten am Sonntag mehrere tausend Menschen ein Referendum über eine Abspaltung, viele Demonstranten unterzeichneten Probestimmzettel. Für zusätzliche Unruhe sorgten Spekulationen über eine Konzentration russischer Streitkräfte an der Grenze. Moskau wies diese Berichte zurück. Russland halte sich an alle internationalen Vereinbarungen, sagte der stellvertretende Verteidigungsminister Anatoli Antonow der Agentur Interfax zufolge.

In der Nato wird inzwischen die Verlegung von Truppen erörtert. Oberkommandeur Breedlove sagte, die Allianz müsse angesichts der russischen Truppenstärke an der ukrainischen Grenze über die Stationierung und Einsatzbereitschaft ihrer Kräfte nachdenken. Das gelte besonders für das Baltikum, aber auch für andere Orte.

Die Krise bestimmt auch das Treffen der sieben führenden Industriestaaten an diesem Montag in Den Haag. US-Präsident Barack Obama hat die G7 am Rande des Gipfel zur nuklearen Sicherheit einberufen. Russland ist zum ersten Mal seit seinem Beitritt zu der Runde 1998 nicht eingeladen. Die Staats- oder Regierungschefs der G7 wollen bestätigen, dass die Gruppe der G8 bis auf weiteres nicht mehr existiert.

Steinmeier kritisierte am Samstag in Kiew, die Krise habe die Gefahr einer neuen Spaltung Europas heraufbeschworen. „Ich mache mir große Sorgen, dass der völkerrechtswidrige Versuch, 25 Jahre nach Ende des Kalten Kriegs international anerkannte Grenzen in unserer europäischen Nachbarschaft zu korrigieren, die Büchse der Pandora öffnet“, sagte er der „Welt am Sonntag“. „Sollte Russland über die Krim hinausgreifen, werden wir in Europa einschneidende Maßnahmen beschließen, selbst wenn wir hierfür wirtschaftliche Nachteile in Kauf nehmen müssen.“

Kommentare zu " Ausweitung der Krim-Krise: Der Westen fürchtet Putins Gebietsansprüche"

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  • USA gehört eingesperrt, Deutsche Regierung sollte sich schämen. Wie lange wollt ihr noch Angst vor OBAMA& Mc. haben? Hat Frau Merkel nichts aus der Geschichte Deutschlands gelernt? Faschismus in Ukraine zu unterstützen mit unseren Geldern. Hallo geht es ihnen Gut? Zu ihnen Hr. Steinmeier selbsternannter Experte für Russland, Sie haben keine Ahnung von der Osteuropa. Wegen solchen Menschen wie Ihnen eskaliert drüben alles.

  • @Ewerk
    Ja, liest sich sehr gut. Sie wird aber dagegen klagen und bei ihrer Klage bis vor das Bundesverfassungsgericht ziehen, denn 10 Jahre sind doch sehr lange für Frau von der Leyen.

  • Der schwarze Mann aus dem weißen Haus - die personifizierte Farce! Es ist erst wenige Stunden her - da hatten Dokumente (Dank Herrn Snowden) in aller Evidenz erneut erhellt, dass das Fuck-Amerika permanent Völkerrecht/Grundgesetze der betr. Staaten mit Füßen tritt - und der stellt sich hin und will Maßstäbe definieren und über Sanktionen reden?! Skandal!!!

    Die Merkel wird natürlich in üblich gewohnter unterwürfiger Art nachplabbern, was die o. g. Klientel verbreitet.
    Vom deutschen Volke - Schaden abwenden - so der Amtseid der Kanzlerin... Deutschland nimmt bereits jetzt schon Schaden durch die dümmliche Sanktionspolitik.
    Dergestalt ist eine Zumutung.

    Primitivgehirnausführungen - wie sie regelmäßig von der EU kommen - (hier u.a. Schulz) - ist näherer Erwähnung nicht wert.

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